Follow-up zu unserer jüngsten Ankündigung der Notes

13.11.2020

mintosblog

Kürzlich haben wir eine Aktualisierung über die bevorstehende Einführung von Notes veröffentlicht, den neuen Finanzinstrumenten, die verfügbar sein werden, sobald Mintos ein regulierter Marktplatz ist. Diese sind auf reges Interesse gestoßen und wir haben Fragen dazu erhalten, wie die Notes funktionieren. Nachstehend finden Sie eine Zusammenstellung der am häufigsten gestellten Fragen von Anlegern, die auf unserem Blog und in E-Mails an das Mintos Investor Service-Team aufgetaucht sind.

1. „Wie wird der Rückkaufmechanismus funktionieren? Werden die Notes eine Art Rückkaufgarantie haben?“

Der Rückkaufmechanismus wird ähnlich wie der derzeit angewandte funktionieren. Es wird zwei Arten von Notes zum Kauf geben: mit Rückkauf und ohne Rückkauf. Der Rückkaufmechanismus wird für jedes Kreditunternehmen in den Prospekten ausführlich beschrieben werden.

2. „Was wird mit den Krediten unter der alten Struktur geschehen, welche noch bedient werden? Nehmen wir an, jemand hat in einen Kredit mit einer Laufzeit von 4 Jahren investiert. Nach welchen Richtlinien wird dieses Darlehen behandelt? Wie werden die Zinsen gezahlt?“

Notes werden nach und nach für jedes Kreditunternehmen eingeführt, sobald wir die Lizenz erhalten haben. Nachdem der Prospekt für die Notes von der Aufsichtsbehörde genehmigt wurde, wird Mintos den Handel von Abtretungsverträgen für dieses Kreditunternehmen auslaufen lassen und mit dem Verkauf von Notes beginnen. Von diesem Zeitpunkt an werden die bestehenden Darlehen schrittweise getilgt – Kapital und Zinsen werden gemäß den bestehenden Vertragsbedingungen zurückgezahlt. Alle bestehenden Abtretungsverträge bleiben in Kraft. Wenn ein Investor zum Beispiel einen Monat vor der Einführung der Notes in ein Darlehen investiert hat, kann er das entsprechende Darlehen in seinem Portfolio behalten, bis es vollständig getilgt ist. Nach der Einführung von Notes für die von allen Darlehensgebern gewährten Darlehen und nach Ablauf der Übergangszeit werden einige Einschränkungen für die bestehenden Investitionen in Abtretungsverträge gelten. Zum Beispiel können Investoren diese dann nicht mehr auf dem Sekundärmarkt platzieren.

3. „Welcher Hauptbetrag der Note wird am Ende bezahlt?“

Dies hängt vom zugrunde liegenden Darlehen ab. Die Zahlungen für die Note hängen von den Zahlungen aus dem enthaltenen Darlehen und dessen Zeitplan ab.

4. „Wird es noch Kreditverlängerungen geben? Auf einem Anleihenmarkt müssen die Inhaber der Anleihe einer Verlängerung zustimmen.“

Verlängerungen wird es in ähnlicher Weise wie jetzt geben. Die Bedingungen der Notes werden, wie es auch in den Prospekten beschrieben sein wird, dem Darlehensgebers das Recht für Darlehensverlängerungen gewähren, wobei es entsprechende Verlängerungsgrenzen gibt. Die genauen Bedingungen werden in den Prospekten beschrieben werden.

5. „Wie viele Kredite werden in einer Note gebündelt?“

Eine volle Note entspricht einem Kredit abzüglich der Risikobeteiligung des Kreditunternehmens. Die Erfahrung, die Investoren derzeit auf dem Markt machen, wird sich nicht ändern.

6. „Was passiert, wenn ein/mehrere enthaltene Darlehen in Zahlungsverzug geraten? Teilzahlungen? Darlehensverlängerungen?“

Es wird ein zugrundeliegendes Darlehen geben, das die Zahlungen der Note unter eingeschränkten Rückgriffsbedingungen unterstützt. Falls das zugrundeliegende Darlehen in Verzug ist, werden auch die Zahlungen der Note verzögert. Falls die Rückkaufoption auf die betreffende Note anwendbar ist, werden Darlehen, die 60 Tage Verspätung überschreiten, von der Kreditgesellschaft zurückgekauft und die Erlöse zur Rückzahlung der ausstehenden Note verwendet. Die Notes werden die Zahlungen und das Kreditrisiko des zugrundeliegenden Darlehens vollständig widerspiegeln.

7. „Wie werden Verzögerungen (entweder seitens der Kreditnehmer oder des Emittenten der Note) funktionieren? Bitte erklären Sie, wie Schonfristen und ausstehende Zahlungen funktionieren.“

Es wird sich nicht viel an der derzeitigen Struktur und dem aktuellen Kreditrisiko ändern, da die Zahlungen für Notes von Zahlungen aus den zugrunde liegenden Vermögenswerten – Darlehen – abhängig sind. Schonfrist und ausstehende Zahlungen werden genauso funktionieren wie bisher.

8. „Es wäre schön, eine übersichtliche Zusammenfassung mit den wichtigsten Informationen aus den Prospekten zu erhalten. Falls die FCMC kein Muster vorschreibt/vorschlägt, könnten Sie eines entwerfen und die Kunden um Beiträge bitten.

Der Inhalt von Prospekten wird durch EU-Verordnungen festgelegt. Sie enthalten wesentliche Bestandteile wie Risikobeschreibung, Transaktionsübersicht, Beschreibung der wichtigsten an der Emission beteiligten Parteien, Übersicht über die Transaktionsdokumente und die Bedingungen der Notes. Zusätzlich zu den veröffentlichten Prospekten, die den Anlegern zur Verfügung stehen, können diese auch die aktuelle Marktplatz-Übersicht nutzen, die alle wichtigen Bedingungen des Instruments enthält.

9. „Falls jede Note ihre eigene ISIN erhält, würde das eine Menge von Kontrollnummern und Dokumentation erzeugen. Wie können Anleger Ihrer Meinung nach den Überblick behalten?“

Jeder Prospekt deckt die Darlehen einer bestimmten Kreditfirma in einem bestimmten Land ab. Zum Beispiel werden Mogo Moldawien und Mogo Lettland jeweils einen eigenen Prospekt erhalten.
Was den Umfang der Dokumentation anbelangt, so wird sich an der Erfahrung der Investoren nichts Wesentliches ändern. Derzeit hat jeder Kredit auf dem Mintos-Marktplatz seine eigene Kredit-ID. Für Notes wird es keine Kredit-ID, sondern einen ISIN-Code geben. Ähnlich wie jetzt werden Investoren in der Lage sein, Kontoauszüge, Portfoliozusammenfassungen und andere Dokumente innerhalb ihres Profils zu erstellen. Wir werden einige Felder ergänzen, um die von der Regulierung geforderten Informationen bereitzustellen, aber diese werden das Anlegen nicht verkomplizieren.

10. „Werden die ISIN nur intern verwendet oder auch offiziell registriert?“

Jede einzelne internationale Wertpapier-Identifikationsnummer (ISIN) wird von einer externen Wertpapierverwahrungsstelle vergeben und in Übereinstimmung mit den Branchen- und ISO-Normen erstellt.

11. „Wann werden Sie mit diesem Übergang beginnen? Bevor die Lizenz für Investmentfirmen erteilt wird, wie es die Wettbewerber tun?“

Sobald wir die Lizenz für Investmentgesellschaften erhalten und die notwendigen Funktionalitäten auf dem Mintos-Marktplatz eingebaut haben. Einige Themen beim Übergang, wie z. B. die Eignungs- und Angemessenheitsprüfung, werden vor Erhalt der Lizenz für die Wertpapierfirma bereits gestartet.
In der Zwischenzeit arbeitet Mintos mit der Regulierungsbehörde an mehreren Punkten zusammen, um den Übergang von Mintos in einen regulierten Markt für alle Anleger so reibungslos wie möglich zu gestalten.

12. „Können Sie die Einzelheiten von Verlängerungen und Zahlungsverzug im Falle von Krisen und Ausfällen von Kreditunternehmen erläutern? Die Zinsen würden sich zwar anhäufen, aber die erwartete Höhe der Erträge nicht abgebildet. Was sind Ihre Gedanken dazu?“

Verlängerungen und verspätete Zahlungen werden in ähnlicher Weise wie jetzt funktionieren – sie werden Bestandteil der Notes sein und in den Prospekten beschrieben. Die Zinsen sammeln sich an und werden dem Anleger angezeigt. Falls ein Anleger seinen Anteil auf dem Sekundärmarkt verkaufen möchte, wird ein Abschlag die aufgelaufenen Zinsen widerspiegeln.

13. „Sie vergleichen die Rückzahlungen der Notes mit denen bei Anleihen. Bei den meisten Anleihen erhalten Sie am Ende das Kapital bei Notes auch so gehandhabt?“

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Anleihen getilgt werden können. Im Falle von Notes hängt dies von der zugrundeliegenden Darlehenstilgungsart ab. Da Notes den Cashflow des zugrundeliegenden Darlehens widerspiegeln, hängen die Zahlungen für die Notes von den Rückzahlungen und dem Zahlungsplan des zugrundeliegenden Darlehens ab.

14. „Sind Sie der Meinung, dass die Sicherheit der Note durch eine jährliche Überprüfung und Aktualisierung des Prospekts gewährleistet ist?

Jeder Prospekt wird einmal pro Jahr aktualisiert, entsprechend den Anforderungen der EU und der Prospektverordnung. Sollten sich jedoch wesentliche Änderungen ergeben, wird ein Nachtrag zum Prospekt erarbeitet und den Anlegern zur Verfügung gestellt.

15. „Wie kann ein Anleger es bewerkstelligen, den gesamten Prospekt für jeden Kredit zu lesen, wenn er in automatisierter Form investiert?“

Es wird nicht für jedes Darlehen einen Prospekt geben. Ein Prospekt wird die Darlehen einer bestimmten Darlehensfirma in einem bestimmten Land abdecken. Zum Beispiel wird Mogo Moldawien einen Prospekt haben, Mogo Lettland jedoch einen eigenen gesonderten. Wir fordern Investoren dringend dazu auf, sich mit den Kreditunternehmen vertraut zu machen, die in ihren Strategien enthalten sind. Investoren sollten die entsprechenden Abtretungsverträge überprüfen, bevor sie eine Strategie aktivieren. In Zukunft sollten sie entsprechend die Prospekte prüfen. Auch wenn das Format anders sein mag, sobald wir eine Lizenz erhalten haben, ändern sich die empfohlenen Schritte für Investoren nicht.

16. „Für mich ist die wichtigste Frage: Wie werden die Zinsen im Falle von Sekundärmarkt-Transaktionen behandelt, insbesondere, wenn der Kredit mehr als 30 Tage verspätet ist:
– Erhält der Verkäufer die aufgelaufenen Zinsen vom Käufer?
– Erhält der Verkäufer nur den Wert der Note, nicht aber die aufgelaufenen Zinsen?“

Alle Transaktionen beinhalten aufgelaufene Zinsen.

17. „Im Moment wickeln die Kreditunternehmen nur die Kredite im Namen der Mintos-Investoren ab. Kreditunternehmen sind nicht Eigentümer der Kredite. Mit dem neuen System verleihen Investoren Geld an Kreditunternehmen mit schlimmen Bilanzen. Aber kann Mintos uns vielleicht mehr dazu sagen?“

Bevor die Notes ausgegeben und an Anleger verkauft werden, verkauft das Kreditunternehmen die Darlehensforderungen abzüglich der Risikobeteiligung an den Emittenten, bei dem es sich um eine Zweckgesellschaft der Mintos-Gruppe handelt. Damit verbleibt dem Kreditunternehmen nur die Risikobeteiligung als Teil des Kredit-Nennwertes. Von dem Zeitpunkt an, an dem die Darlehensforderungen verkauft werden, bedient die Kreditfirma weiterhin nur das Darlehen im Namen des Emittenten. Sollte die Leihfirma in Schwierigkeiten geraten, einschließlich eines Konkurses, wäre Mintos in der Lage, seine Rechte geltend zu machen. Zu diesen Rechten gehört die Beauftragung eines Ersatz-Verwalters, der die ausstehenden Darlehen übernimmt und die ausgegebenen Notes absichert. Im Prospekt werden die Transaktionsbedingungen für die gemäß dem jeweiligen Prospekt zu emittierenden Notes und die damit verbundenen Risiken beschrieben.

18. „Zu dem Zeitpunkt, ab dem Mintos reguliert wird, werden Notes den derzeitigen Vertrag ersetzen, wenn ich das richtig verstehe. Werden Notes wie Anleihen auf dem Aktienmarkt gehandhabt? Wenn ein Unternehmen, das eine Note ausgegeben hat, in Konkurs geht, wird dann mein Geld vor jeder Regierungsbehörde geschützt? Wird Mintos wie eine Börse für diese Notes funktionieren“?

Mintos wird als Investmentfirma fungieren, die die Handelsplattform (Marktplatz) verwaltet, auf der der Handel, die Transaktionen und das Halten von Notes stattfinden werden, wobei sie mehr oder weniger die gleiche Funktionalität wie jetzt haben wird. Falls der Emittent der Notes, ein Unternehmen der Mintos-Gruppe, zahlungsunfähig wird, bedeutet dies den Ausfall der Notes gemäß ihren Bedingungen. Der ernannte Konkursverwalter wird das Vermögen und die Schulden des Emittenten im Rahmen des Insolvenzverfahrens übernehmen, sodass er weiterhin fällige Beträge von den Darlehensunternehmen (Kreditvergeber) im Rahmen der erworbenen Forderungen (Kreditforderungen) einzieht und diese auf der Grundlage eines beschränkten Rückgriffs an die Inhaber der Notes auszahlt. Die Notes werden allgemeine, direkte und unbesicherte Verpflichtungen des privaten Emittenten darstellen, was bedeutet, dass keine dritte Partei, einschließlich staatlicher Behörden, ihre Leistung garantiert hat.

19. „Falls der Emittent einer Note ausfällt, erhält man z. B. hier in Griechenland bei Ausfall einer Anleihe von der Regierung 30.000 EUR pro Person für jede Investmentfirma als Schutzmechanismus.
Das bedeutet, dass bei einem Ausfall einer Anleihe hier in Griechenland eine Summe von 30.000 EUR erstattet wird. Ist das bei diesen Notes auch so?“

Die Regierung sichert und schützt das Risiko einer Wertpapierfirma, nicht aber das Wohl und die Kreditwürdigkeit des Emittenten der Notes oder der Notes an sich. In Lettland wird dieses anzuwendende Programm als Anlegerschutzsystem und -fonds bezeichnet. Dieses Programm wird im Falle eines Betrugs einer Investitionsfirma ausgelöst. Dies kann z. B. im Falle des Verschwindens von Barmitteln passieren, die sich auf den Investorenkonten bei der Firma befinden sollten. Dennoch wird das Programm die Investoren nicht entschädigen, falls der Emittent und seine ausgegebenen Wertpapiere ausgefallen sind.

20. „Bedeuten diese Änderungen, dass Investoren, die über ein Unternehmen investieren, einen LEI-Code benötigen?

Für Anleger, die auf Mintos über juristische Personen tätig sind, wird ein LEI-Code erforderlich sein, um Notes kaufen oder verkaufen zu können, nachdem Mintos ein regulierter Marktplatz geworden ist. Dies funktioniert ähnlich wie der Handel mit anderen Wertpapieren. Wir werden die Möglichkeit der Einführung eines Dienstleisters für die Zuteilung von LEI-Codes in Betracht ziehen, um diesen Prozess für die Anleger so einfach und reibungslos wie möglich zu gestalten. Weitere Informationen über LEI-Codes finden Sie anhand der ESMA-Informationen.

 

Investoren sollten daran denken, dass die mit Kredit-Investitionen verbundenen Risiken unverändert bleiben werden.

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