Aktualisiert: Schutzreaktion auf die Unruhen in Kasachstan

Aktualisierung 13. Januar 2022

Die Internetverbindungen in Kasachstan sind wiederhergestellt und die Beschränkungen für internationale Zahlungen wurden aufgehoben. Wir haben von allen unseren Kreditgebern aus Kasachstan Zahlungsnachweise erhalten. Infolgedessen haben wir die Vorsichtsmaßnahmen aufgehoben und die in Kasachstan von GFM, IDF Eurasia, Jet Finance, LF TECH und Sun Finance Kazakhstan vergebenen Kredite sind nun wieder vollständig verfügbar und in den Mintos-Strategien enthalten.

Aktualisierung 11. Januar 2022

Die Lage in Kasachstan hat sich in den letzten Tagen stabilisiert. Dennoch ist mit Zahlungsverzögerungen zu rechnen, da das Internet weiterhin ausfällt und der internationale Zahlungsverkehr nach wie vor unterbrochen ist. Aus diesem Grund bleiben die unten aufgeführten Vorsichtsmaßnahmen bis auf weiteres in Kraft.

Da die Situation außerhalb der Kontrolle der betroffenen Kreditunternehmen liegt, werden die erhöhten Zinsen für ausstehende Zahlungen in diesem Fall nicht gelten. Für die ausstehenden Tage fallen weiterhin Zinsen zum normalen Kreditzinssatz an.

Wir stehen in engem Kontakt mit den Kreditunternehmen in Kasachstan. Sie bestätigen, dass ihre Tätigkeit nicht beeinträchtigt ist und dass sie weiterhin die Rückzahlungen der Kreditnehmer erhalten. Sie gehen davon aus, dass die Beschränkungen für den internationalen Zahlungsverkehr in den nächsten Tagen aufgehoben werden.

Kasachstan befindet sich derzeit im Ausnahmezustand, da die Proteste und Zusammenstöße der Bevölkerung mit den Behörden den fünften Tag andauern. Wir haben die sozialen Unruhen und die Fähigkeit der Kreditinstitute zur Zahlungsverwaltung analysiert und sind zu der Einsicht gelangt, dass Mintos proaktiv auf diese Situation reagieren muss.

Begrenzter Zugang zu in Kasachstan gewährten Darlehen

Wir beschränken den Zugang zu Krediten, die in Kasachstan von fünf Kreditinstituten vergeben werden: GFM, IDF Eurasia, Jet Finance, LF TECH und Sun Finance Kazakhstan. Derzeit haben diese fünf Unternehmen ein ausstehendes Investitionsportfolio auf Mintos im Wert von 83 Mio. Euro.

Um unsere Anleger vor Krediten aus Ländern mit erhöhtem Marktrisiko zu schützen, führen wir folgende Maßnahmen durch:

  • Entfernung aller Kredite aus Kasachstan aus dem Primärmarkt
  • Entfernung aller Unternehmen aus den Mintos-Strategien, die in Kasachstan Kredite vergeben,
  • Aussetzen der Platzierung neuer Kredite aus Kasachstan auf der Mintos-Plattform, bis sich die Lage stabilisiert und die Banken wieder öffnen

Bitte beachten Sie:

  • Der Mintos-Zweitmarkt bleibt für Anlegeraktivitäten betreffend Kredite aus Kasachstan geöffnet,
  • Sobald diese 5 Unternehmen aus den Mintos-Strategien entfernt wurden, um weniger erfahrene und neue Anleger zu schützen, werden Kreditinvestitionen dieser Unternehmen nicht mehr für eine Standard-Auszahlung zur Verfügung stehen. Wir entfernen die Unternehmen vorübergehend aus den Mintos-Strategien, um die Beteiligung neuer Anleger in diesen Krediten zu begrenzen. Folglich werden bestehende Investitionen in diese Kredite als „nicht für die Auszahlung verfügbar“ angezeigt. Eine Liquidierung ist jedoch durch den Handel auf dem Mintos-Zweitmarkt möglich. Diese Lösung wird so lange gelten, bis wir zum Ergebnis gelangen, dass sich die Lage in Kasachstan stabilisiert hat,
  • DieWiederaufnahme der Geschäftstätigkeit der Banken ist eine Voraussetzung dafür, dass Kreditinstitute Kredite vergeben bzw. einziehen sowie mit Mintos abrechnen können.

Hintergrund der Notsituation in Kasachstan

Die Proteste in Kasachstan begannen am Sonntag im westlichen Teil des Landes als friedliche Reaktion auf den Anstieg der Kraftstoffpreise, nachdem die Regierung die Kosten für Flüssiggas (LPG) auf etwa 100 Tenge (0,22 $) pro Liter verdoppelt hatte. Bevor der Präsident des Landes, Kassym-Jomart Tokajew, reagierte und diese Entscheidung zurücknahm, breiteten sich die Proteste, die ihren Brennpunkt in Almaty hatten, landesweit aus und nahmen eine zerstörerische Wendung, unter anderem mit menschlichen Opfern. Was als Reaktion der Verbraucher auf die Preiserhöhung begann, entwickelte sich zu einer gesellschaftlichen Reaktion gegen die Regierung und das politische System.

Alle Finanzinstitute haben am 6. Januar ihre Arbeit eingestellt, die Banken sind geschlossen Es ist ungewiss, wie die nächsten Tage aussehen werden.

Der landesweite Ausnahmezustand mit Ausgangssperre soll bis zum 19. Januar andauern. Es ist unklar, welche Entwicklungen zu erwarten sind. Der kasachische Präsident Tokajew wandte sich an das von Russland geführte Militärbündnis der ehemaligen Sowjetstaaten im Rahmen des Vertrags über kollektive Sicherheit, um seiner Regierung zu helfen.

Aktueller Stand der kasachischen Kreditunternehmen auf Mintos

In Gesprächen mit den Vertretern der khasachischen Kreditinstitute erfuhren wir, dass das Land von Internetausfällen betroffen ist, die gelegentlich zu gestörten Arbeitsabläufen und Problemen im Tagesgeschäft führen können. Es kann zu Kommunikationsunterbrechungen, Verzögerungen in den Informationssystemen der Banken und bei Finanztransfers kommen. Wir beobachten die Zahlungsströme aus Kasachstan an Mintos-Anleger genau und werden auf neue Entwicklungen entsprechend reagieren.

Erklärungen der Kreditunternehmen

Wir haben uns auch mit Vertretern der kasachischen Kreditunternehmen in Verbindung gesetzt. Im Folgenden geben wir einige ihrer Stellungnahmen wieder.

Die nachstehend wiedergegebenen Aussagen und Meinungen sind in ihrer ursprünglichen Form veröffentlicht und wurden von den jeweiligen Autoren geäußert. Sie spiegeln nicht die Meinungen oder Ansichten von Mintos, seinen Mitarbeitern oder Interessengruppen wider. Außerdem sollten diese oder andere Meinungen in diesem Beitrag nicht als Anlageberatung angesehen werden.

Azamat Seitbekov, CEO von Jet Finance

„Die jüngsten tragischen Ereignisse in Kasachstan haben uns völlig überrascht, da das Land innerhalb weniger Tage im Chaos versank.

Unser Geschäftsbetrieb war davon nicht betroffen. Wir sind bis zum 10. Januar 2022 im Urlaub, wobei einige Kollegen aus dem Bereich Kundenbetreuung und Inkasso von zu Hause aus arbeiten. Außerdem haben wir am 31. Dezember 2021 unser gesamtes Bargeld auf Bankkonten eingezahlt, um dessen Sicherheit zu gewährleisten. Um 18:35 Uhr am 6. Januar 2022 hörten wir die vielversprechende Nachricht, dass sich die Lage stabilisiert: Die Regierung hat die Hauptforderungen der Demonstranten akzeptiert, ihre Kräfte neu verteilt und ist nun dabei, die Rechtsstaatlichkeit aktiv wiederherzustellen. Wir sehen auch, dass die Demonstranten die Straßen und offiziellen Gebäude räumen. Der Landespräsident ordnete an, die Internetverbindung wiederherzustellen und dass die Geschäftsbanken ihre Arbeit wieder aufnehmen sollen. Wir hoffen, dass die Krise in den nächsten ein bis zwei Tagen beendet sein wird und beide Seiten die richtigen Schlüsse ziehen werden. Wir halten es für sehr wahrscheinlich, dass wir am 10. Januar 2022 wieder unsere normale Arbeitstätigkeit aufnehmen können, wie es ursprünglich Ende 2021 geplant war.“

Boris Batine, Mitgründer der IDF Eurasia Group

„Bei IDF Eurasia und OnlineKazFinance beobachten wir die Auswirkungen der aktuellen politischen und sozialen Ereignisse in Kasachstan genau. Das Unternehmen hat Erfahrung im Umgang mit Ausnahmezuständen in verschiedenen Ländern und verfügt über einen Notfallplan. Er umfasst ein entsprechendes Maßnahmenpaket zur Sicherstellung der Geschäftskontinuität:

  • Lokales Personal wird angewiesen, Heimarbeit zu verrichten
  • Den Mitarbeitern stehen alternative Kommunikationsmittel zur Verfügung, darunter mehrere Mobilfunkbetreiber, LAN und Festnetztelefone (bei ggf. instabiler Internetverbindung)
  • Der Kundendienst bleibt uneingeschränkt verfügbar
  • Die Kredit- und Betrugsbekämpfungsrichtlinien werden angepasst, um dem hohen Risiko gerecht zu werden.
  • Wir vergeben weiterhin neue Kredite und gehen auf die Bedürfnisse bestehender Kunden ein
  • Die Währungsposition wird weiterhin abgesichert, um ein mögliches Wechselkursrisiko zu steuern

Unser Kreditportfolio wird trotz der von der geografischen Region abhängigen Unterbrechungen mit der höchstmöglichen Qualität betreut. Bei IDF Eurasia sind wir weiterhin bestrebt, unseren Kunden die bestmöglichen Dienstleistungen zu bieten, insbesondere in diesen schwierigen Zeiten. Wir werden unsere Investoren und Partner weiterhin regelmäßig informieren, falls sich die Situation ändert.“

Bitte beachten Sie, dass die Regelmäßigkeit der Rückzahlungen und Geldüberweisungen der Kreditnehmer eng mit der Stabilität des Banken-Tagesgeschäfts während des Ausnahmezustands verbunden ist. Über die weiteren Entwicklungen werden wir Sie informieren.

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