Wie verhält sich die Investition in Kredite im Vergleich zu Aktien auf lange Sicht?

16.02.2021

mintosblog

Ganz gleich, um welche Anlageklasse es sich handelt, ein umsichtiger Investor wird Investitionen immer als langfristiges Unterfangen betrachten. Obwohl die Idee sehr verlockend klingt, mit einer kurzfristigen Anlage hohe Renditen zu erzielen, ist die Realität, dass die Unvorhersehbarkeit der globalen Märkte und des Weltgeschehens ein Element des Risikos mit sich bringt, das nicht immer einen 100%igen Erfolg garantieren kann.

In der Vergangenheit haben wir über die Bedeutung der Diversifizierung geschrieben, welche die Risiken mindert, die durch Marktvolatilität entstehen. Aber neben einer guten Diversifizierung spielt auch Ihr Anlagehorizont eine wichtige Rolle bei der Erstellung eines profitablen Portfolios, insbesondere wenn die globalen Märkte einen Abschwung erleben. Indem Sie über einen Zeitraum von mehreren Jahren kontinuierlich investieren, eben nicht nur gelegentlich, wenn die Märkte in guter Verfassung sind, können Anleger Risiken und Marktvolatilität ausgleichen und langfristig eine größere finanzielle Stabilität erreichen.

2020 und die globale Rezession

 

2020 war ein herausforderndes Jahr für Investoren aller Anlageklassen. Unabhängig davon, ob sie in Kredite, Aktien oder andere Vehikel investierten, mussten viele Anleger zunächst einen geschmälerten Portfoliowert beobachten, als die Welt durch die COVID-19-Pandemie mit Schließungen reagierte und damit eine wirtschaftliche Rezession auslöste. Bei Mintos sahen wir auf dem Höhepunkt der Rezession eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von ausfallenden Kreditunternehmen. Da diese Ausfälle sowohl neue als auch erfahrene Investoren betrafen, macht dies deutlich, dass es sich lohnt, auf lange Sicht zu investieren, wenn man die durchschnittlichen Renditen auf Mintos seit dem Start der Plattform im Jahr 2015 anschaut.

Zur Veranschaulichung zeigt die nachstehende Tabelle die jährliche zeitgewichtete Rendite (TWRR) aller Anlagen auf Mintos, bei angenommenen Rückforderungsquoten zwischen 0 % bis 100 %.

Über alle Rückforderungsannahmen hinweg zeigen die Daten, dass die durchschnittlichen zeitgewichteten Renditen bis zum letzten Jahr, als die Finanzkatastrophe eintrat, konstant hoch waren. Wenn wir außerdem von einer 50-prozentigen Rückforderung der Mittel[1] ausgehen, erscheint selbst ein Verlust von 0,69 % in einem Jahr relativ bescheiden angesichts des Ausmaßes der Auswirkungen, die COVID-19 im Jahr 2020 weltweit hatte.

Vergleicht man die TWRRs über den gleichen Zeitraum für die Indizes MSCI World und Bloomberg Barclays Global High Yield[2] (siehe unten), so versteht man, wie eine alternative Anlageplattform wie Mintos im Vergleich zu den globalen Börsen steht. In Bezug auf die Indizes, mit denen wir Mintos vergleichen, spiegelt der MSCI World die Renditen eines globalen und gut diversifizierten Portfolios von Aktien wider, während der Bloomberg Barclays Global High Yield Index die Renditen eines globalen, gut diversifizierten Portfolios aus Hochzinsanleihen abbildet.

Während beispielsweise die Aktien (MSCI World Index) in den Jahren 2019 und 2020 höhere durchschnittliche Renditen als Mintos aufwiesen, bedeutet die Gesamtvolatilität und die etwas geringeren Renditen im Zeitraum davor (2015 bis 2018), dass die Renditen von Mintos bei Betrachtung des gesamten Zeitraums vergleichbar, aber auch beständiger sind, was ein geringeres Risiko für Anleger bedeutet. Ebenso hatten Hochzinsanleihen (Bloomberg Barclays Global High Yield Index) ein ähnliches Volatilitätsniveau, was wiederum bedeutet, dass die Gesamtrenditen mit Mintos vergleichbar sind.

Der wohl beste Weg, die profitablen Renditen über einen längeren Zeitraum zu bewerten, ist, wenn man sie in Form von annualisierten Renditen über den gesamten Zeitraum 2015 bis 2020 betrachtet.

Wie die Tabelle zeigt, hätte sogar jemand, der bereits 2019 mit der Investition auf Mintos begonnen und bis 2020 weiter investiert hat, eine ansehnliche Rendite von 4,59 % erhalten (bei der gegebenen durchschnittlichen Rückgewinnungsquote von 50 %). Selbst im schlimmsten Fall von 0 % wiedergewonnenen Geldern würde ein Anleger, der seit 2018 investiert hat, immer noch eine kleine profitable Gesamtrendite einfahren.

Vergleichen Sie nun die annualisierten Renditen der von Mintos angenommenen Rückforderungsquote von 50 % mit den annualisierten Renditen der gleichen beiden globalen Indizes wie zuvor:

Wenn Sie sich die Tabelle ansehen, die die TWRRs zwischen Mintos und den beiden globalen Indizes vergleicht, werden Sie feststellen, dass unter normalen Marktbedingungen (zwischen 2015 und 2019) die Renditen für die beiden Indizes jedes Jahr unvorhersehbar schwankten, während Mintos vorhersehbarere und stabilere Renditen bot. Wenn wir die annualisierten Renditen für alle Werte betrachten, können wir sehen, dass selbst mit der Rezession 2020 die Gesamtgewinne und -verluste darauf hindeuten, dass die Investition in Kredite relativ ähnlich abschneidet wie die Investition in Aktien, wenn man sie über denselben Zeitraum betrachtet. Wenn man die annualisierten Renditen zwischen Mintos und dem Bloomberg Barclay Global Index seit 2018 oder früher vergleicht, schneidet Mintos tatsächlich besser ab.

Obwohl die erwarteten Renditen im Zeitverlauf ähnlich sind, sind sie nicht identisch. Das bekräftigt die Tatsache, dass Kreditinvestitionen und Aktien nicht korrelierte Anlageklassen sind. Das bedeutet, dass eine langfristige Investition in beide Klassen vorteilhaft für Anleger sein könnte, die diversifizieren möchten, ohne Kompromisse bei den Renditen einzugehen.

Langfristige Investition bedeutet insgesamt bessere Rendite

 

Unabhängig davon, ob Sie in Aktien, Kredite oder eine andere Anlageklasse investieren, kommen die Daten zu dem Schluss, dass ein Anleger, der über mehrere Jahre hinweg investiert, die Auswirkungen von Finanzmarktturbulenzen weniger spürt als jemand, der über einen kürzeren Zeitraum investiert hat.

Für erfahrene Anleger mag dies keine schockierende Nachricht sein. Schließlich ist es am Aktienmarkt bereits eine Selbstverständlichkeit, dass einige der besten Ergebnisse angesichts von Marktunsicherheiten durch langfristige Beteiligung erzielt werden, da sich der Markt – historisch gesehen – nach einem anfänglichen Einbruch immer wieder erholt. Durch die kontinuierliche Investition in ein diversifiziertes Portfolio aus verschiedenen Kreditarten, Kreditgebern, Laufzeiten, Ländern und anderen Variablen können Anleger auf Mintos im Laufe der Zeit attraktive Renditen erzielen, die mit denen des Aktienmarktes vergleichbar sind – mit dem Vorteil einer geringeren Volatilität.


[1] Die Annahme, dass 50 % der Gelder zurückgewonnen werden, entspricht am ehesten dem tatsächlichen Prozentsatz der wiedererlangten Gelder, plus Mintos-Schätzungen für die verbleibenden Rückgewinnungen von ausgefallenen oder suspendierten Kreditunternehmen.

[2] Die Datenannahme für beide Indizes basiert auf dem Modell eines globalen und gut diversifizierten Portfolios, über den Bestehenszeitraum von Mintos 2015 bis 2020.

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