Anleihen können auf Anleger einschüchternd wirken, denn Gerüchte über hohen Kapitalbedarf und niedrige Renditen halten sich hartnäckig. Im folgenden Guide erklären wir: Wie funktionieren Anleihen? Welche Chancen und Risiken gibt es? Wie wirken äußere Einflüsse wie Krisen und Kriege? Wie kann man in Anleihen anlegen? Und vieles mehr.
Die vorliegenden Texte dienen dem Marketing und stellen in keiner Weise eine Anlageempfehlung, Anlageberatung oder Grundlage für Anlageentscheidungen dar. Geldanlagen sind mit Risiken verbunden, da der Wert eines Investments sowohl steigen als auch fallen kann. Die historische Wertentwicklung von Investments ist kein Garant für zukünftige Gewinne. Bevor Sie Geld investieren, sollten Sie Ihr persönliches Fachwissen, Erfahrung, finanzielle Situation und Anlageziele prüfen und gegebenenfalls professionelle Anlageberatung aufsuchen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Mit dem Kauf einer Anleihe gewähren Sie dem Herausgeber einen Kredit. In der Zeit bis zur Rückzahlung erhalten Sie dafür Zinsen.
- Die Wertpapiere sind handelbar und haben einen schwankenden Preis, der auf Angebot und Nachfrage basiert. Am Laufzeitende erfolgt die Rückzahlung jedoch zum ursprünglichen Nennwert.
- Anleihen sind für die Preisspekulation als auch langfristige Geldanlage geeignet. Beide Formen kommen mit jeweils eigenen Chancen und Risiken daher.
- Der Handel ist über verschiedene Investment-Plattformen, Broker und Methoden wie Anleihen-ETFs oder automatisierte Portfolios möglich.
Wie funktionieren Anleihen und wie entsteht der Anleihepreis?
In den letzten Jahren hat sich der Zugang zu Aktien, ETFs, Kreditinvestments, Immobilien und Kryptowährungen stark vereinfacht. Nur Anleihen blieben lange Zeit ausschließlich Investoren mit großen Vermögen vorbehalten.
Nun ermöglichen aber Investment-Plattformen wie Mintos endlich den Einstieg mit kleinen Beträgen, komplett online. Im Gegenzug bestehen jedoch grundsätzliche Risiken für Ihr Kapital. Da auch diese Anlageklasse gut zugänglich ist, kommen immer häufiger Fragen interessierter Investoren auf: Wie funktionieren Anleihen? Welche Wertpapiere lohnen sich? Wie kann ich am besten anlegen?
Im Überblick: Wie funktionieren Anleihen
Die Funktionsweise von Anleihen ist schnell erklärt: Unternehmen, Staaten und Organisationen benötigen immer wieder Geld. Zum Beispiel, um neue Investitionen zu tätigen oder alte Schulden abzubauen/zu refinanzieren. Eine praktische Möglichkeit, dieses Geld zu erhalten, sind Anleihen.
So funktioniert es:
- Anleihen sind ein Kredit, den der Käufer dem Herausgeber gewährt. Wer eine Anleihe kauft, stellt also dem Herausgeber (auch “Emittent” genannt) für einen vorgegebenen Zeitraum Geld zur Verfügung.
- Im Gegenzug für diese Leihgabe erhält der Käufer Zinsen, den sogenannten “Kupon”.
- Anleihen haben eine feste Laufzeit. An deren Ende zahlt der Emittent das ursprünglich erhaltene Kapital an den Käufer zurück.
- Sie können die Wertpapiere während der Laufzeit an verschiedenen Handelsplätzen ein- und verkaufen. Angebot und Nachfrage können sich verändern und der Preis dadurch schwanken.
- Durch schwankende Preise können Händler Gewinne oder Verluste erzielen.
Jede Anleihe verfügt über die folgenden Eigenschaften: einen Emittenten (Herausgeber), einen Nominalwert (Geldbetrag, den der Herausgeber erhält), eine Laufzeit, einen Zinssatz (Kupon) und einen aktuellen Kurs.
Für die Frage “Wie funktionieren Anleihen?” sind die Rückzahlung und der schwankende Kurs besonders wichtig: Die Wertpapiere vereinen eine planbare Rückerstattung und Zinsen mit der Möglichkeit, während der Laufzeit Kursgewinne zu erzielen. Sie sind daher sowohl für langfristige Anleger als auch aktive Händler geeignet.
So entsteht der Anleihepreis
Der Preis von Anleihen kann während der Laufzeit erheblich schwanken. Nimmt die Nachfrage der Marktteilnehmer ab (zum Beispiel aufgrund schlechter Nachrichten über den Herausgeber), kann der Preis sinken. Umgekehrt sorgt ein höheres Interesse (etwa wegen positiver Meldungen) schnell für eine Wertsteigerung.
Der Anleihepreis könnte sich zum Beispiel so entwickeln:
- Eine Beispielanleihe wird für einen Nominalwert von 1.000 € angeboten. Das ist der Betrag, den der Herausgeber vom Käufer erhält und der am Ende der Laufzeit zurückgezahlt wird.
- Aufgrund schwieriger Zeiten am Aktienmarkt kaufen mehr Menschen die weniger volatilen Anleihen. Durch die zunehmende Nachfrage steigt der Preis an der Anleihenbörse auf 1.080 €.
- Wer seine Anleihen nun verkauft, kann einen Gewinn von 80 € erzielen.
- Die Zentralbank hebt den allgemeinen Zinssatz an. Die Beispielanleihe verliert an Attraktivität, denn neue Anlageprodukte bieten nun höhere Zinsen. Die Nachfrage geht deshalb zurück und der Anleihepreis sinkt auf 920 €.
- Wer seine Anleihen zu diesem Zeitpunkt verkauft, würde einen Verlust von 80 € erzielen.
- Am Ende der Laufzeit wird die Anleihe für genau 1.000 € zurückgezahlt, egal, wie sich der Anleihepreis in der Zwischenzeit entwickelt hat. Wer das Wertpapier bis zu diesem Zeitpunkt hält, muss sich um Kursschwankungen keine Sorgen machen.
Mögliche Faktoren, die den Anleihepreis beeinflussen, gibt es zahlreich. Dazu gehören zum Beispiel:
- Veränderungen der Marktzinsen. Steigen die Zinsen, verlieren die Anleihen an Attraktivität, denn sie verwenden noch den alten, niedrigeren Zinssatz. Umgekehrt können sinkende Leitzinsen die älteren Anleihen lukrativer erscheinen lassen und so den Anleihepreis in die Höhe treiben.
- Veränderungen des Ratings. Anleihenherausgeber werden von spezialisierten Agenturen eingeschätzt und bewertet. Verändert sich das Rating eines Emittenten, kann dies erhebliche Auswirkungen auf die Nachfrage und den Anleihepreis haben – sowohl positiv als auch negativ!
- Inflation. Steigt die Inflation, verlieren die Anleihenzinsen an Attraktivität. Investoren suchen in diesen Zeiten stattdessen Anlageprodukte mit höherer Verzinsung.
- Restlaufzeit. Da die Wertpapiere am Ende der Laufzeit zum Ursprungsbetrag zurückgezahlt werden, nähert sich der Anleihepreis langsam wieder diesem Betrag an.
- Nachrichten: Negative Meldungen über einen Herausgeber können Anleger verscheuchen, während gute Nachrichten das Interesse steigern. Der Anleihepreis reagiert dementsprechend.
Anleihezins: Zinsunterschiede erklärt
Während der Laufzeit erhalten Investoren zu vorgegebenen Zeitpunkten den Anleihezins ausgezahlt. Diese Kuponzahlungen können je nach Wertpapier jährlich, halbjährlich, quartalsweise oder sogar monatlich erfolgen.
Dieser Anleihezins stellt die wohl wichtigste Einnahmequelle für Anleger dar. Insbesondere langfristig orientierte Investoren, die Anleihen bis zur Rückzahlung halten wollen, sind auf die Zahlungen angewiesen. Denn sie profitieren nicht von eventuellen Kursschwankungen während der Laufzeit.
Der Anleihezins setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen:
- Der Herausgeber muss ausreichend hohe Zinsen bieten, um Kapital von Investoren zu erhalten.
- Je höher das Risiko einer Anleihe (zum Beispiel bei schlechtem Rating), desto höher muss auch der Anleihezins ausfallen.
- Anleihen mit geringem Risiko (zum Beispiel Staatsanleihen stabiler Nationen) müssen keine hohen Anleihezinsen bieten – Anleger kaufen sie primär als sichere Geldanlage.
- Auch das Zinsumfeld spielt eine wichtige Rolle: Ist der Leitzins hoch, bieten festverzinsliche Wertpapiere generell ebenfalls höhere Zinsen. Der Anleihezins einer neu herausgegebenen Anleihe muss daher hoch genug sein, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Der Anleihezins bezieht sich dabei jeweils auf den jährlichen Gesamtbetrag, egal, in wie viele Kuponzahlungen sich dieser unterteilt. Eine Anleihe mit einem Nominalwert von 1.000 €, einer Laufzeit von drei Jahren und einem Anleihezins von 6 % würde also 60 € pro Jahr über drei Jahre hinweg einbringen. Gesamtertrag: 180 €.
Mehr zum Aufbau, Verzinsung und Rückzahlung erhalten Sie in unserem Beitrag zum Thema “Was sind Anleihen?”
Hochzinsanleihen vs. sichere Staatsanleihen
Die meisten Anleger denken beim Stichwort Anleihen sofort an AAA-Staatsanleihen, die hohe Sicherheit, aber recht niedrige Anleihezinsen bieten. Die Anlageklasse hat jedoch noch deutlich mehr zu bieten: Hochzinsanleihen sind eine mögliche Alternative, die mit höheren Risiken, aber auch deutlich besserer Verzinsung lockt.
Wie funktionieren Anleihen mit hohen Zinsen?
- Die Unternehmen und Staaten, die solche Wertpapiere herausgeben, weisen höhere Gefahren auf.
- Verzögerungen bei der Rückzahlung oder ein vollständiger Zahlungsausfall stellen die größten Risiken dar.
- Die Herausgeber müssen deshalb höhere Kuponzahlungen bieten, um dennoch Investoren anzulocken.
- Hochzinsanleihen können so höhere Anleihezinsen als Titel mit höherem Rating erreichen. Sie sind damit für Anleger geeignet, die das höhere Risiko in Kauf nehmen können.
Wichtig: Investoren sollten sich nicht allein von hohen Anleihezinsen blenden lassen! Eine genaue Betrachtung möglicher Gefahren ist für den langfristigen Erfolg zu empfehlen. Auf Mintos erhalten Anleger deshalb Zugriff auf interne Risikoanalysen zu den verfügbaren Anleihen.
Diese enthalten:
- Analyse der finanziellen Struktur
- Geschäftsprofil
- Regionale und geopolitische Risiken
- Anleihenstruktur
Mintos errechnet daraus einen Gesamtwert, der das zu erwartende Risiko widerspiegelt. Obwohl es sich dabei weder um ein Credit Rating noch um eine Anlageberatung handelt, ist der Risiko-Score doch gut geeignet, Gefahren und Anleihezinsen ins Verhältnis zu setzen.
Bitte beachten Sie, dass Ihr Kapital bei Anleiheinvestments auf Mintos Risiken ausgesetzt ist.
Kursschwankungen und Nominalwert: Anleihen über dem Nennwert oder Anleihen unter dem Nennwert kaufen?
Die möglichen Kursschwankungen während der Laufzeit können Anleihen zu einem interessanten Werkzeug für die Preisspekulation machen. Händler kaufen die Wertpapiere (oder eröffnen Short-Positionen) in der Hoffnung, sie später mit Gewinn wieder abstoßen zu können.
Im Vergleich zu Aktien, ETFs und anderen börsengehandelten Assets weisen Anleihen einige interessante Besonderheiten auf:
- Es handelt sich um Wertpapiere mit begrenzter Laufzeit, an deren Ende der Ursprungsbetrag (Nominalwert) zurückgezahlt wird.
- Anleihen, die über dem Nennwert / über dem gezahlten Einkaufspreis notieren, können schon vor Laufzeitende verkauft werden, um Kursgewinne zu realisieren.
- Sollten Anleihen unter dem Nennwert / unter dem gezahlten Einkaufspreis notieren, entsteht beim vorzeitigen Verkauf hingegen ein Verlust.
- Wer Anleihen unter dem Nennwert erworben und Buchverluste erzielt hat, kann zudem bis zur Rückzahlung warten.
Grundsätzlich lassen sich sowohl mit Anleihen über dem Nennwert als auch solchen, die unter dem Nennwert notieren, Gewinne erzielen. Die weitere Wertentwicklung/Prognose ist entscheidend und weniger der aktuelle Preis. Bitte beachten Sie jedoch, dass der Anleihenpreis am Ende der Laufzeit auf den Ausgangswert zurückkehrt.
Gut zu wissen: Wenn Sie langfristig in Anleihen investieren und diese bis zum Ende der Laufzeit halten wollen, sind Kursschwankungen während der Laufzeit zu vernachlässigen. Anleihen unter dem Nennwert zu kaufen kann für Sie jedoch eine deutlich höhere Gesamtrendite bedeuten. Der Mintos-Sekundärmarkt ist eine mögliche Anlaufstelle, um solche vergünstigten Wertpapiere zu entdecken. Die Liquidität des Sekundärmarkts ist jedoch nicht garantiert.
Sicherheit und Einflussfaktoren: Schneiden Anleihen in einer Rezession gut ab?
Anleihen gelten als klassisches Instrument zum Schutz des eigenen Kapitals vor Krisen oder einer Rezession. Dabei ist jedoch zwischen den beiden wichtigsten Vertretern zu unterscheiden:
- Investment-Grade Staatsanleihen: Anleihen aus Deutschland, der Schweiz oder anderen AAA-Rating-Nationen bilden tatsächlich einen sicheren Hafen während Phasen schwächelnder Wirtschaft. Leider sind die Kapitalanforderungen meist sehr hoch (in der Regel 100.000 € oder mehr) und keine hohen Zinsen zu erwarten.
- Hochzinsanleihen: Sie bergen deutlich höhere Risiken, gerade während einer Rezession. Mit einem guten Screening-Prozess und dem Einkauf über eine regulierte Investment-Plattform lassen sich die Gefahren jedoch reduzieren. Die oft sehr hohen Zinsen und niedrigeren Kapitalanforderungen machen Hochzinsanleihen daher interessant.
Schneiden Anleihen in einer Rezession also gut ab? Die Antwort hängt von der wirtschaftlichen Situation des Emittenten ab. Gerade in der Zeit nach einer Flaute zeigen hochwertige Hochzinsanleihen oft starke Wertentwicklungen, da die Unternehmen vom neuen Aufschwung profitieren.
Gleichzeitig sind die Risiken zu bedenken: Eine längere Rezession kann die herausgebenden Unternehmen stark belasten und Rückzahlungen gefährden. Dabei ist zu beachten, dass einzelne Branchen unterschiedlich auf Krisen reagieren. Ein breit aufgestelltes Anleihenportfolio könnte hier für einen besseren Schutz sorgen.
Zugang zum Anleihenmarkt: So finden Sie die passende Investment-Plattform
Sie haben sich entschieden, die Vorteile von Anleihen selbst für Ihr Portfolio zu nutzen? Dann geht es nun daran, Zugang zum Anleihenmarkt zu erhalten. Die gute Nachricht: In Anleihen investieren ist heute einfacher als je zuvor, mit unterschiedlichen Investment-Plattformen, Brokern und Anlageklassen.
Grundsätzlich stehen drei Arten von Investments zur Verfügung:
- Manuell: Sie wählen ein einzelnes Wertpapier auf dem Anleihenmarkt aus und erwerben es direkt. Sie sind Besitzer der jeweiligen Anleihe.
- Automatisiert: Sie nutzen das Anleihenportfolio von Mintos, um automatisiert in eine breite Auswahl von Anleihen zu investieren. Sie sind Besitzer der jeweiligen Anleihen.
- Anleihen-ETF: Sie investieren in einen Anleihen-ETF und profitieren so von Wertentwicklung und Zinsen der enthaltenen Wertpapiere. Sie sind jedoch nicht Besitzer der jeweiligen Anleihen.
Haben Sie eine Methode ausgewählt, die zu Ihnen passt, müssen Sie nur noch einen passenden Dienstleister für den Kauf finden:
- Manuell: Möglich über Hausbanken, einige Online-Broker und Investment-Plattformen wie Mintos
- Automatisiert: Nur über Investment-Plattformen wie Mintos
- Anleihen-ETF: Ebenfalls über Banken, Broker und Investment-Plattformen wie Mintos möglich
Bei der Auswahl sind vor allem Sicherheit und Gebühren von großer Bedeutung: Hohe Transaktionskosten, jährliche Aufschläge oder Depotgebühren können Ihre Rendite empfindlich schmälern.
Eine EU-regulierte Plattform kann zusätzliche Sicherheit bieten. Insbesondere bei Zahlungsausfällen können solche Anbieter Ihre Ansprüche gegenüber dem Herausgeber oft effizienter und mit höherer Erfolgschance durchsetzen.
- Mintos bietet Ihnen Zugang zum Anleihenmarkt (manuell oder automatisiert) sowie Anleihen-ETF über eine regulierte Investment-Plattform. Für den direkten Kauf und Anleihen-ETF erhebt Mintos keine Gebühren; automatisierte Anleihenportfolios kosten lediglich 0,39 % pro Jahr.
Ein Mindestbetrag von nur 50 € erleichtert den Einstieg. Zudem profitieren Anleger von einem eigenen Risiko-Scoring und dem großen Sekundärmarkt: Über 600.000 Nutzer vertrauen bereits auf Mintos. Sie können Anleihen zum Verkauf anbieten und, sobald sich ein Käufer findet, vorzeitig aus dem Investment aussteigen. Wie bei allen Investments ist Ihr Kapital einem Risiko ausgesetzt. Die Liquidität des Sekundärmarkts ist nicht garantiert.
Fazit: Wie funktionieren Anleihen, Anleihezinsen, Preisbildung und Rückzahlung
Benötigen Staaten oder Unternehmen Kapital, geben sie Anleihen heraus. Mit dem Kauf dieser Wertpapiere stellen die Investoren Geld zur Verfügung. Gleichzeitig erhalten Sie als Gegenleistung regelmäßige Zinszahlungen (den sogenannten “Kupon”). Am Ende der Laufzeit wird der ursprüngliche Betrag zurückgezahlt.
Diese Rückzahlung ist ein zentraler Punkt für die Frage “Wie funktionieren Anleihen”: Obwohl die Preise während der Laufzeit schwanken können, wartet am Ende wieder der Ausgangsbetrag. Dadurch sind Anleihen sowohl für Preisspekulation als auch für langfristige Geldanlage mit dem Ziel, Zinsen zu erhalten, geeignet.
Anleger sollten vor dem Einstieg in den Anleihenmarkt die möglichen Risiken beachten: Staatsanleihen aus Deutschland gelten zum Beispiel als äußerst sicher, bieten aber in der Regel nur geringe Verzinsung – kaum genug, um die Inflation auszugleichen.
Hochzinsanleihen kommen hingegen mit höheren Risiken daher, bieten aber im Gegenzug auch ansprechende Renditen. Beide Formen können auch während einer Rezession sinnvolle Bestandteile eines Portfolios sein, müssen jedoch auf die Ziele und Bedürfnisse des Anlegers abgestimmt sein.
Investitionen sind auf verschiedene Arten möglich: direkter Kauf einer Anleihe, breit gestreute, automatische Anleihenportfolios oder Anleihen-ETF. Über die Mintos Investment-Plattform ist der Einstieg in Anleihen bereits ab 50 € und ohne Gebühren (nur bei automatischen Portfolios: 0,39 % pro Jahr) möglich.
Ein Sekundärmarkt ermöglicht zudem, Anleihen zum Verkauf anzubieten und so einen vorzeitigen Ausstieg zu erzielen.
FAQ – Häufig gestellt Fragen
Was sind Nachteile von Anleihen?
Anleihen bergen Risiken. Steigende Zinsen machen Anleihen weniger attraktiv und können den Anleihepreis senken. Im Falle einer Insolvenz des Herausgebers ist zudem das Kapital der Anleger in Gefahr.
Wie werden Anleihen zurückgezahlt?
Die häufigste Variante ist eine vollständige Rückzahlung am Ende der Laufzeit. Es gibt jedoch auch Anleihen, die in Raten zurückerstattet werden. Dies kann die Rückzahlungen und den effektiven Anleihezins stark beeinflussen.
Kann ich bei Anleihen Geld verlieren?
Grundsätzlich ist es möglich, mit Anleihen Geld zu verlieren. Aufgrund der schwankenden Preise sind beim Verkauf Verluste möglich, insbesondere, wenn Sie Anleihen über dem Nennwert kaufen. Auch ein Ausfall des Herausgebers ist theoretisch möglich.
Wie investiert man als Anfänger in Anleihen?
Für Anfänger kann es sinnvoll sein, auf vorgefertigte Anlagestrategien und etablierte Investment-Plattformen zurückzugreifen. Automatisierte Portfolios oder Anleihen-ETFs können eine gute Diversifikation bieten und so Risiken reduzieren.