In Anleihen investieren: Strategien für Diversifikation und Performance

A man wearing glasses reviews financial information on a tablet, representing strategies for investing in bonds for diversification and performance.

Anleihen gelten bei vielen Anlegern als sehr sichere, aber auch renditeschwache Investments. Dieses einseitige Bild wird den flexiblen Wertpapieren jedoch nicht gerecht! 

Wir zeigen, wie Sie effektiv in Anleihen investieren, welche Strategien zur Verfügung stehen und wie Sie die typischen Vorteile der Anlageklassen ausnutzen.

Die vorliegenden Texte dienen dem Marketing und stellen in keiner Weise eine Anlageempfehlung, Anlageberatung oder Grundlage für Anlageentscheidungen dar. Geldanlagen sind mit Risiken verbunden, da der Wert eines Investments sowohl steigen als auch fallen kann. Die historische Wertentwicklung von Investments ist kein Garant für zukünftige Gewinne. Bevor Sie Geld investieren, sollten Sie Ihr persönliches Fachwissen, Erfahrung, finanzielle Situation und Anlageziele prüfen und gegebenenfalls professionelle Anlageberatung aufsuchen.

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Sie können auf verschiedene Arten in Anleihen investieren: Broker, Anleihen-ETF, Investment-Plattformen und mehr stehen zur Verfügung

  • Sichere Staatsanleihen sind nicht die einzige Strategie! Auch der aktive Anleihenhandel, Hochzinsanleihen oder die Beimischung zur besseren Diversifikation kommen infrage 

  • Investoren sollten eine passende Anleihenstrategie auswählen und eigene Ziele vorab festlegen

  • Moderne Investment-Plattformen bieten oft einfacheren Zugang und niedrigere Mindestbeträge; trotzdem sollten Anleger die Auswahl nicht überstürzen

In Anleihen investieren: Was sind die besten Strategien?


Wer Stabilität ins eigene Portfolio bringen will, sollte in Anleihen investieren – so lautet zumindest eine grundlegende Finanzweisheit. Obwohl diese Aussage keineswegs falsch ist, verkürzt sie doch eine wichtige Tatsache: Anleihen sind Finanzwerkzeuge mit eigenen Risiken und enormer strategischer Tiefe, die sich für eine Vielzahl von Zielen einsetzen lassen!

Investoren können sie für die lang- und kurzfristige Geldanlage nutzen, Hedging betreiben, passives Einkommen erzielen, aktiv traden und vieles mehr. Zusätzliche Flexibilität entsteht durch Investment-Plattformen wie Mintos und Anleihen-ETF, die den Gang zur Hausbank heute überflüssig machen. 


Die wichtigsten Einsatzformen sind: 

Passive Anleihenstrategie für die langfristige Geldanlage

Das Grundkonzept, wie Anleihen funktionieren, macht sie sehr gut für eine langfristige Geldanlage geeignet. Am Laufzeitende erhalten die Investoren ihr eingesetztes Kapital zurück. Wer von Anfang an plant, die Wertpapiere bis zu diesem Datum zu halten, kann Preisveränderungen in der Zwischenzeit getrost ignorieren. 

Eintreffende Kuponzahlungen stellen bei dieser Anleihenstrategie unsere einzige Einnahmequelle dar, eventuelle Kursgewinne während der Laufzeit werden nicht realisiert. Diese, auch als “Buy and Hold für Anleihen” bekannte Strategie, hat daher mehrere einzigartige Vor- und Nachteile: 

  • Rendite hängt einzig von der Verzinsung (Kupon) der Anleihe ab
  • Für die langfristige Geldanlage gedacht (Laufzeit beachten!)
  • Keine Kursgewinne oder -verluste, da Anleihen bis zur Rückzahlung gehalten werden
  • Bei hochwertigen Anleihen eine Strategie mit geringem Risiko
  • Zinsrisiko entfällt, aber Emittentenrisiko und Fremdwährungsrisiko bleiben



Diese Strategie ist ideal für Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen der höchsten Qualität geeignet. Zudem sollten die Wertpapiere unkündbar sein oder über einen Call-Schutz verfügen. Denn eine vorzeitige Rückzahlung durch den Herausgeber könnte Ihre Pläne für die langfristige Geldanlage schnell durcheinanderbringen!


Aktive Strategien für kurzfristige Geldanlage

Anleihenhandel als kurzfristige Geldanlage kann sogar zweistellige Jahresrenditen erbringen, wenn Investoren die damit verbundenen Risiken in Kauf nehmen können. “Aktive Strategien” ist dabei ein Überbegriff, unter dem mehrere Methoden zusammengefasst werden, mit denen sich hohe Gewinne erzielen lassen:
 

  • Anleihen mit hohen Zinsen, aber meist auch höherem Ausfall- oder Preisrisiko
  • Spekulation auf eine
    Leitzinsänderung (und damit verbunden auch eine Preisveränderung von Anleihen)
  • Spekulation auf eine vorzeitige Rückzahlung mit Make-Whole-Klausel (Rückzahlung inklusive zukünftiger Zinszahlungen)
  • Erwartung eines Börsencrashs oder anderer Ereignisse, die die Anleihen-Nachfrage steigern
  • Und mehr


All diese Strategien haben einen spekulativen Charakter, das heißt:
Die Nutzer können sich nicht sicher sein, dass ihre Erwartungen erfüllt werden. Renditen können geringer als erhofft ausfallen, und sogar Verluste (zum Beispiel durch die Insolvenz des Herausgebers) sind möglich.

Aktive Anleihenstrategien kommen daher überwiegend für die kurzfristige Geldanlage zum Einsatz. Denn mit längeren Anlagezeiträumen wird es zunehmend schwieriger, korrekte Prognosen abzugeben.  

 

Anleihenimmunisierung und Barbell als Mittelweg

Zwischen den beiden Extremen, dem passiven Investieren als langfristige Geldanlage und der aktiven Spekulation als kurzfristige Geldanlage, finden sich zahlreiche weitere Strategien. Zwei beliebte Formen sind Immunisierung und Barbell. 

Immunisierung: Diese Vorgehensweise hat zum Ziel, das eigene Anleihenportfolio vor Einflüssen (zum Beispiel Zinsveränderungen) zu schützen oder zu “immunisieren”. Die einfachste Möglichkeit, einen solchen Schutz zu erreichen, stellen zeitlich abgestimmte Investments dar. 

Die Anleihenlaufzeit entspricht dabei dem Anlagezeitraum: Sie planen eine kurzfristige Geldanlage und benötigen Ihr Kapital in einem Jahr zurück? Dann wählen Sie Anleihen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr. Ist eine langfristige Geldanlage von zum Beispiel fünf Jahren geplant, wählen Sie entsprechend eine fünfjährige Laufzeit. 

Rückzahlungen sind also präzise auf die Pläne und Kapitalbedürfnisse des Investors abgestimmt. Externe Einflüsse lassen sich so gut ignorieren. Sie können dieses Konzept noch auf die Spitze treiben, wenn Sie auch Kuponzahlungen entsprechend timen. 

Barbell: Die Barbell oder “Hantel-Strategie” setzt sich aus kurzfristiger Geldanlage und langfristiger Geldanlage zusammen. Mittelfristige Anleihen werden hingegen weitgehend ignoriert. Als Zeitstrahl betrachtet, entsteht eine Hantel mit Gewichten an beiden Enden. 

Die langfristigen Anleihen bringen dabei eine höhere Rendite in das Portfolio, während die kurzlaufenden Anleihen Zinsrisiken minimieren können. Diese Vorgehensweise bringt gute Diversifikation und Liquidität, verlangt aber auch aktives Monitoring (Anleihen als kurzfristige Geldanlage laufen regelmäßig aus und müssen ersetzt werden). 

Gut zu wissen: Für mehr Informationen zu Aufbau und Funktion von Anleihen empfiehlt sich ein Blick in unseren Beitrag: Was sind Anleihen? Ein Leitfaden für Einsteiger

Learn more about maturity, duration, and interest rate sensitivity

Investment bonds explained by Mintos | A guide to returns, ratings, and risk

Anleihenhandel: Lohnt sich das aktive Trading?


Wie funktionieren Anleihen
sowohl für den aktiven Handel als auch das passive Investieren? Die einmalige Mechanik der Wertpapiere ist entscheidend! Sie bieten eine Kombination aus schwankenden Preisen während der Laufzeit und Rückzahlung des Investments am Ende. 


Die meisten Anleger nutzen Anleihen ausschließlich als langfristige, passive Wertanlage und halten sich vom aktiven Anleihenhandel fern. Doch auch das Trading kann sehr lukrativ sein: 

  • Der aktive Anleihenhandel ist eine Spekulation auf die Wertentwicklung

  • Händler können profitieren, wenn sie Preisveränderungen der Anleihen korrekt vorhersagen und die passenden Positionen eröffnen

  • Bei Erwartung steigender Preise wird eine Anleihe gekauft und später zu einem höheren Preis wieder verkauft

  • Rechnet ein Händler mit sinkenden Preisen (zum Beispiel aufgrund einer Zinssteigerung), stehen Leerverkauf, Derivate wie Futures oder Optionen sowie Zertifikate zur Verfügung

 

Grundsätzlich lässt sich mit dem Anleihenhandel ein hoher Gewinn erzielen; im Falle eines Misserfolgs sind aber auch Verluste möglich. Steigt der Preis einer Anleihe nicht wie erhofft, kann der Händler dieses Problem teilweise “aussitzen” und auf die Rückzahlung warten. Bei Short-Positionen, insbesondere mit Futures oder Optionen, ist aber auch ein theoretisch unbegrenzt hoher Verlust möglich. 

Bitte beachten Sie daher die möglichen Gefahren, bevor Sie mit dem Anleihenhandel beginnen. Eine ausreichende Diversifikation, bei der Sie nur einen kleinen Teil Ihres Vermögens für den aktiven Handel nutzen, kann Sie vor größeren Schäden bewahren. 

Sollten Sie diese Risiken nicht eingehen wollen, empfiehlt sich das langfristige Investment in Anleihen als Alternative mit höherer Sicherheit. 

Anleihen zur Diversifikation: So reduzieren Sie Portfoliogefahren


Es gibt zahlreiche Gründe, in
Anleihen zu investieren. Noch vor den regelmäßigen Zinszahlungen und der Chance auf Kursgewinne ist es meist der Wunsch nach zusätzlicher Sicherheit, der Investoren anzieht. Aufgrund ihres speziellen Aufbaus können Anleihen zur Diversifikation und damit dem Kapitalschutz beitragen:  

  • Anleihen sind im Durchschnitt weniger volatil als Aktien oder ETFs. Sie können daher Ruhe ins Portfolio bringen und Kurseinbrüche anderer Assets abmildern.

  • Sie bilden ein Gegengewicht zu Aktien. Bei sinkenden Aktienkursen suchen viele Anleger Sicherheit in hochwertigen (Staats-)Anleihen. Die dadurch zunehmende Nachfrage kann für Kurssteigerungen sorgen.

  • Hedging gegen eine schwächelnde Wirtschaft. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sinkt die Inflation häufig. Dadurch wird es besonders attraktiv, in Anleihen zu investieren, und Zinszahlungen wirken wertvoller. 

  • Sichere Anleihen bieten Kapitalschutz. Kommt es hart auf hart, ist Kapital am Aktienmarkt gefährdet. Hochwertige Staatsanleihen gelten jedoch als sehr sicher und können Vermögen während einer Krise konservieren.
     
  • Hohe Zinsen, unabhängig von der Börse. Hochzinsanleihen sorgen für stattliche Kuponzahlungen. Da sie am Ende der Laufzeit zurückgezahlt werden, können Anleger eventuelle Kursschwankungen ignorieren. Im Gegenzug muss jedoch das meist höhere Ausfallrisiko in Kauf genommen werden



Anleihen zur Diversifikation zu nutzen ist seit Jahrzehnten etabliert. Je nach Risikoprofil und Marktumfeld liegt der Anleiheanteil in klassischen Portfolios häufig im Bereich von etwa 20 % bis 40 %, um Schwankungen riskanterer Anlagen zu reduzieren.

Wie viele Anleihen zur Diversifikation genutzt werden, hängt natürlich von den Zielen und Möglichkeiten des Investors sowie dessen Risikotragfähigkeit ab. Auch die Zusammensetzung der anderen Assets, also wie viele Aktien, ETFs, Kredite, Immobilien etc. ein Portfolio bereits enthält, spielt eine wichtige Rolle.

Manuell oder automatisch investieren? Der richtige Zeitpunkt für Anleihen-ETF, Auto-Invest und Co. erklärt


So unterschiedlich, wie die strategischen Möglichkeiten von Anleihen sind, ist auch die Art, wie Investoren diese Wertpapiere nutzen können. Dabei haben sich drei Hauptkategorien herauskristallisiert: 

  1. Manuelles Investment: Ein Anleger wählt ein für ihn passendes Wertpapier aus und investiert in die Anleihe über eine Investment-Plattform oder einen Broker. Er kauft also die gewünschte Anzahl (oder Bruchstücke) und ist physischer Besitzer der Anleihen. 

  2. Automatisches Investment: Ein Anleger investiert in Anleihen über eine Investment-Plattform wie Mintos*, automatisiert, ohne manuelle Auswahl. Mintos legt die gewünschte Kapitalmenge in einen Mix aus Wertpapieren an. Der Anleger ist physischer Besitzer der Anleihen (oder Bruchstücke).

  3. Anleihen-ETF: Der Anleger investiert in einen Exchange Traded Fund und erhält dafür einen Anteil an allen enthaltenen Anleihen, Kuponzahlungen und ggf. Veräußerungsgewinnen. Er ist jedoch nicht Besitzer der eigentlichen Anleihen. 

 

Alle drei Formen sind grundsätzlich valide und können eine sinnvolle Möglichkeit bilden, um in Anleihen zu investieren. Welche Variante wann geeignet ist, hängt von den Zielen des Investors ab: 

  • Manuelle Anleihenkäufe sind für die klassische, sichere Staatsanleihe besonders wichtig. Derartige Papiere kosten in der Regel mindestens 100.000 €, sodass eine sorgfältige Auswahl sehr zu empfehlen ist. 

  • Wer gezielte Schwerpunkte im eigenen Portfolio setzen (oder Schwächen ausgleichen) möchte, kann dazu ebenfalls einzelne Anleihen über Broker oder Investment-Plattformen auswählen. 

  • Für ein gut diversifiziertes Anleihenportfolio sind automatische Portfolios auf Investment-Plattformen oder Anleihen-ETFs besonders gut geeignet. Sie bieten die Möglichkeit, mit geringem Aufwand breit gestreut anzulegen. 

  • Anleger, die höhere Renditen suchen und entsprechende Risiken akzeptieren, könnten ebenfalls mit automatischen Anleihen-Investments auf ihre Kosten kommen. Denn diese ermöglichen Kombinationen aus Hochzinsanleihen, die zu höheren Erträgen (bei höheren Risiken) führen können.

Anleihen im Vergleich mit anderen low-risk Anlageklassen


Wie gut funktionieren Anleihen
als sichere Wertanlage? Die Antwort hängt maßgeblich vom jeweiligen Wertpapier, der Anlagemethode und -Strategie ab. Generell lässt sich festhalten, dass Premium-Anleihen (AAA Rating) ein sehr geringes Risiko aufweisen. 

Was das in der Praxis bedeutet, zeigt sich sehr gut im Vergleich mit anderen, typischen Anlageklassen mit niedrigem Risiko: 

Anleihen vs. Bargeld

Bargeld an einem sicheren Ort (zum Beispiel Bankschließfach) bietet eine extrem hohe Absicherung gegen Verluste, die selbst die beste Anleihe nicht erreichen kann. Doch Bargeld hat gleichzeitig eigene Gefahren, die deutlich subtiler sind: 

  • Die Inflation frisst den Geldwert: Obwohl das Bargeld im Safe seinen nominalen Wert beibehält, können wir uns immer weniger damit kaufen. Die offizielle Inflationrate liegt in Deutschland bei durchschnittlich 2,2 % pro Jahr, die Realinflation jedoch deutlich höher. Dieser Wert stellt den jährlichen Verlust dar, wenn das Kapital ungenutzt herumliegt. 

  • Bargeld lädt zum Ausgeben ein: Bargeld lässt sich sofort in jedem Laden ausgeben und verleitet so dazu, Sparziele und Vermögensaufbau für schnellen Konsum über Bord zu werfen. 

  • Anfällig für Schäden und Diebstahl: Größere Bargeldmengen zu transportieren und zu lagern ist mit ernsthaften Risiken verbunden. Neben Schäden (Wasser, Feuer, …) ist der Diebstahl durch Einbrüche oder Überfälle die größte Gefahr.

 

Anleihen können die meisten Nachteile von Bargeld wirksam ausgleichen: Sie erleichtern die Impulskontrolle, da sie erst verkauft werden müssten, lassen sich nicht stehlen und können mit ihrer Rendite in der Regel die Inflation ausgleichen. Sie kommen jedoch im Gegenzug mit Ausfall- und anderen Risiken daher, die Investoren bedenken müssen. 

Anleihen vs. Sparkonten

Klassische Sparkonten haben gegenüber Bargeld einen wichtigen Vorzug: Sie sind deutlich sicherer. Diebstahl ist zwar ebenfalls über RFID-Scanner oder bei Raubüberfällen möglich; die Risiken sind jedoch deutlich geringer als bei großen Cashbeträgen. Die Einlagensicherung in Deutschland schützt zudem im Falle einer Bankenpleite.

Da es auch hier keine oder nur minimale Zinsen gibt, treten ebenfalls aktive Verluste durch die Inflation auf. Zudem lassen sich auch Sparkonten sehr leicht für Einkäufe nutzen und könnten so zum Problem für Personen mit schwacher Impulskontrolle werden. 

Für Anleger, die das Ausfallrisiko tragen können, sind Anleihen mit ihren attraktiven Kuponzahlungen den Sparkonten klar überlegen. 

Anleihen vs. Bankeinlagen

Tagesgeld, Festgeld und andere, meist festverzinsliche Bankeinlagen, können eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung zum Anleiheninvestment bilden. Denn diese Produkte bieten eine Rendite, die den Inflationsschaden abmildern oder in einigen Fällen sogar ausgleichen kann. 

Gleichzeitig bieten viele (aber nicht alle!) dieser Produkte eine sehr hohe Sicherheit durch Einlagensicherung und andere Schutzmaßnahmen. Es kann daher zum Beispiel sinnvoll sein, den typischen Notgroschen in einem Tagesgeldkonto aufzubewahren, um ungestört in Anleihen investieren zu können. 

Die höhere Rendite von Hochzinsanleihen könnte dann die Inflationsverluste der Bankeinlage wirksam ausgleichen.

Wertentwicklung von Anleihen: Wie findet man Titel, die zur eigenen Strategie passen?


Wer
Anleihen nicht bis zur Rückzahlung halten möchte, kann auf kurzfristige Preisveränderungen spekulieren. Bei Erfolg warten ansprechende Gewinne, denn einige Anleihen machen während ihrer Laufzeit erhebliche Kurssprünge. Sollten sich die Preise jedoch nicht wie gewünscht entwickeln, sind auch Buchverluste möglich. 

Die Wertentwicklung von Anleihen ist daher ein zentrales Thema für aktive Anleihenstrategien. Die wohl wichtigste Rolle spielt dabei natürlich der Emittent (Herausgeber) des jeweiligen Titels. 

Unternehmen und Staaten mit positivem Ausblick und exzellenten Sicherheiten müssen keine sonderlich hohen Kuponzahlungen bieten, um Kapital zu erhalten. Sie erhalten die besten Bewertungen von relevanten Rating-Agenturen. 

Mit zunehmendem Ausfallrisiko nimmt das Rating ab; die Zinsen, die für eine Anleihe geboten werden, steigen jedoch. 

Trotz der höheren Ausfallgefahr können sich Hochzinsanleihen aufgrund der attraktiven Gesamtrendite sehr lohnen. Bei der Preisbildung sind nämlich noch weitere Punkte bedeutsam:  

  1. Zinsumfeld: Steigen die Zinsen, werden bestehende Anleihen weniger attraktiv, da sie noch den alten, niedrigeren Zinssatz enthalten. Neu ausgegebene Titel hingegen bieten bereits die höhere Zinsen und erleben deshalb eine größere Nachfrage. Bei fallenden Zinsen verhält es sich genau umgekehrt. 

  2. Laufzeit: Je länger die verbleibende Laufzeit einer Anleihe, desto intensiver reagiert sie auf Zinsveränderungen. 

  3. Bonität des Herausgebers: Befindet sich der Anleihemittent in einer wirtschaftlich schlechten Lage, steigt das Ausfallrisiko. Das Interesse der Investoren und damit auch der Preis gehen entsprechend zurück. 

  4. Restlaufzeit: Da Anleihen zum Ende der Laufzeit wieder zurückgezahlt werden, nähert sich ihr Kurs wieder dem Rückzahlungswert an.

Checkliste für Anleiheninvestment: Das sollten Sie beachten

Anleihen werden in der klassischen Finanzlehre als Portfolio-Beimischung empfohlen. Wenig Aufmerksamkeit schenkt man dabei jedoch dem Wie, Wann und Wo des Investments. 

Die folgende Checkliste kann Ihnen helfen, erfolgreich in Anleihen zu investieren: 

  1. Legen Sie Ihre Strategie fest: Die Auswahl der passenden Wertpapiere hängt davon ab, ob Sie Anleihen zur Diversifikation, Sicherheit, für passives Einkommen oder zur Preisspekulation verwenden wollen.

  2. Richtige Investment-Methode nutzen: Wenn Sie ein breit aufgestelltes Anleihenportfolio anstreben, sind automatische Investments über entsprechende Investment-Plattformen wie Mintos möglich*. Beim manuellen Kauf einer einzelnen Anleihe stehen hingegen zahlreiche Händler wie Banken, Broker oder ebenfalls Mintos zur Verfügung. Anleihen-ETF sind eine Zwischenlösung, die mehrere Wertpapiere mit meist mittelmäßiger Diversifikation bietet. 

  3. Laufzeit beachten: Anleiheninvestments erreichen zum Ende der Laufzeit (in der Regel) wieder ihren Ausgangswert. Wer die Wertpapiere bis zur Rückzahlung halten möchte, Barbell, Immunisierung oder ähnliche Strategien verfolgt, sollte daher die teils sehr langen Zeiträume beachten und abstimmen.
      
  4. Kapitalmenge bestimmen: Da Ihr Kapital idealerweise einige Jahre in Anleihen investiert bleibt, sollten Sie einen Betrag einsetzen, auf den Sie problemlos verzichten können. Die gute Nachricht: Moderne Investment-Plattformen wie Mintos* bieten heute günstige Anleihenbruchstücke. Mindestbeträge von 100.000 € und mehr, wie in der Vergangenheit üblich, sind heute nicht mehr zwingend nötig. Ihr Kapital ist bei allen Investments jedoch einem Risiko ausgesetzt.

  5. Anleihen-Marktplatz wählen: Sie können bei verschiedenen Anbietern in Anleihen investieren. Hier gibt es jedoch dramatische Unterschiede. Mintos* bietet Ihnen eine EU-regulierte Investment-Plattform mit transparentem Screening-Prozess, ohne Gebühren (keine Gebühren bei direktem Investment in Anleihen; Kosten von 0,39 % pro Jahr für High-Yield-Bond-Portfolios) . Über 600.000 Nutzer vertrauen bereits auf Mintos und bilden einen großen Sekundärmarkt, der den vorzeitigen Verkauf von Anleihen ermöglicht. ie bei allen Investments ist Ihr Kapital einem Risiko ausgesetzt. Die Liquidität des Sekundärmarkts ist nicht garantiert.

  6. Monitoring und Rebalancing: Sie sollten in regelmäßigen Abständen Ihre Anleihen und deren Gewichtung im Portfolio prüfen. Je nach Strategie sind auch Neueinkäufe nach einer Rückzahlung erforderlich. Wer sich für ein Anleihenportfolio bei Mintos entscheidet, profitiert von einer automatischen Anpassung*.

Fazit: Anleiheninvestment bietet enorme strategische Tiefe

Beim Stichwort Anleihen denken die meisten Investoren ausschließlich an sichere Staatsanleihen mit geringer Rendite. Tatsächlich bietet diese Anlageklasse aber vielfältige Möglichkeiten, die sich in unterschiedliche Strategien integrieren lassen! 

 

Grundsätzlich lassen sich vier Ziele mit Anleiheninvestments erreichen:

  • Passives Einkommen durch Zinsen/Kupons
  • Kursgewinne (aktives Trading)
  • Absicherung/sichere Geldanlage
  • Diversifikation

 

Für jede dieser Möglichkeiten gibt es unterschiedliche Strategien, Anleihen und Investment-Plattformen, die eine Umsetzung ermöglichen. Durch die einzigartige Kombination aus festgelegter Laufzeit und schwankenden Kursen, die am Ende in der Regel zum Nennwert zurückgezahlt werden, sind spannende Vorgehensweisen wie Barbell oder Immunisierung möglich. 

Sicherheitsbewusste Anleger werden ebenfalls nicht enttäuscht, denn der Anleihenmarkt bietet zahlreiche Wertpapiere mit hoher Sicherheit. Die Kuponzahlungen während der Laufzeit sind zudem geeignet, um das eigene Kapital vor der Inflation zu schützen – ein großer Vorteil gegenüber Sparkonten, Bankeinlagen oder Bargeld. 

Wer höhere Risiken in Kauf nehmen und größere Gewinne erzielen möchte, kann auch aktiven Handel betreiben. Die schwankenden Preise von Anleihen bieten die Möglichkeit, diese gewinnbringend auf Investment-Plattformen und über Broker zu handeln. Trader, die mit fallenden Kursen rechnen (zum Beispiel aufgrund einer Zinssteigerung), können Short-Positionen über den Options- oder Futuremarkt eröffnen und ebenfalls profitieren. 

In Anleihen investieren ist heute glücklicherweise kein aufwendiger Prozess mit gewaltigem Kapitalbedarf mehr. Moderne Investment-Plattformen bieten eine spannende Auswahl und kleine Mindestbeträge – bei Mintos* zum Beispiel lediglich 50 €. Wie bei allen Investments ist Ihr Kapital jedoch einem Risiko ausgesetzt. 

Mehr zur Funktionsweise sowie weitere nützliche Tipps für ein erfolgreiches Investment finden Sie auch in unseren Beiträgen “Wie funktionieren Anleihen” und “Wie investiert man in Anleihen mit Mintos”. 

 

*Investieren birgt Risiken. Sie könnten einen Teil oder Ihr gesamtes investiertes Kapital verlieren.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Sind Anleihen eine gute Geldanlage?

In Anleihen investieren ist generell ein sinnvoller Schritt, da die Wertpapiere als recht sicher gelten und Diversifikation des Portfolios ermöglichen. Über moderne Investment-Plattformen ist auch ein Zugang zu Hochzinsanleihen möglich, die spannende Renditen bieten.

Bei Anleihen gibt es Risiken, etwa die Zahlungsunfähigkeit des Herausgebers oder sinkende Attraktivität, wenn die Leitzinsen steigen. In der Vergangenheit waren auch hohe Gebühren, Marktstörungen und niedrige Renditen große Probleme, die aber von modernen Investment-Plattformen weitgehend behoben wurden.

Wer eine möglichst sichere Geldanlage sucht, kommt um Staatsanleihen aus Deutschland oder der Schweiz nicht herum. Für eine möglichst hohe Rendite sind Hochzinsanleihen von Unternehmen besonders spannend, gehen aber auch mit erhöhten Risiken einher.