Was sind Anleihen? Ein Leitfaden für Einsteiger

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Mit dem Kauf einer Anleihe vergeben Sie einen Kredit an den Herausgeber. Sie erhalten dafür Zinsen und am Ende der Laufzeit Ihr Geld zurück. Ein lukratives Geschäft für beide Seiten! Wir zeigen, wie Anleihen funktionieren, wann und für wen sie geeignet sind und wie der Einstieg gelingt.

Die vorliegenden Texte dienen dem Marketing und stellen in keiner Weise eine Anlageempfehlung, Anlageberatung oder Grundlage für Anlageentscheidungen dar. Geldanlagen sind mit Risiken verbunden, da der Wert eines Investments sowohl steigen als auch fallen kann. Die historische Wertentwicklung von Investments ist kein Garant für zukünftige Gewinne. Bevor Sie Geld investieren, sollten Sie Ihr persönliches Fachwissen, Erfahrung, finanzielle Situation und Anlageziele prüfen und gegebenenfalls professionelle Anlageberatung aufsuchen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Was sind Anleihen? Festverzinsliche Wertpapiere, mit denen Sie einem Unternehmen oder Staat Geld leihen und dafür Zinsen erhalten

  • Es gibt Unterschiede bei den Sicherheiten, den Risiken, Renditen und natürlich den Herausgebern von Anleihen. Die große Auswahl erlaubt unterschiedliche Strategien

  • Aktien und Anleihen ergänzen sich sehr gut und sind keine Entweder-oder-Entscheidung!

  • Der Zugang ist über moderne Investment-Plattformen einfacher und günstiger als jemals zuvor

Wie funktionieren Anleihen: Grundlagen erklärt


Wer einen Kredit aufnimmt, muss dafür Zinsen zahlen. Dieses Grundprinzip gilt nicht nur für Privatleute, sondern auch für Unternehmen und sogar Staaten.
Anleihen stellen genau einen solchen Kredit dar: Der Herausgeber möchte sich Geld für einen begrenzten Zeitraum leihen und bietet im Gegenzug Zinsen an

Ein Käufer, der auf das Angebot eingeht, stellt das Kapital zur Verfügung. Am Ende der Laufzeit (in der Regel mehrere Jahre) erhält er, wenn alles nach Plan läuft, sein Geld zurück. In der Zwischenzeit treffen die Zinszahlungen in regelmäßigen Abständen ein. 

Das Besondere an Anleihen: Sie sind handelbar! Der Käufer kann sie nach Belieben an andere Personen abtreten. Je nach Nachfrage kann ihr Preis, ähnlich wie bei Aktien oder ETF, schwanken. So lassen sich Gewinne (oder Verluste) mit dem Handel erzielen. Am Ende der Laufzeit wartet jedoch die Rückzahlung zum ursprünglichen Wert – sofern der Herausgeber dazu noch in der Lage ist. 

 

Die Frage “Was sind Anleihen?” hat daher gleich zwei Antworten: 

  1. Handelbare Investments mit schwankenden Kursen. Durch Ein- und Verkauf lassen sich Gewinne oder Verluste erzielen. 

  2. Festverzinsliche Wertpapiere, die am Ende der Laufzeit zum ursprünglichen Preis zurückgezahlt werden. 


Die Kombination dieser beiden Eigenschaften macht Anleihen zu einer spannenden Anlageklasse, die in einem ausgewogenen Portfolio typischerweise eine wichtige Position einnimmt.

Aufbau einer Anleihe

Bevor wir im Detail betrachten, wie Anleihen funktionieren und welche Chancen und Risiken sie bieten, müssen wir den Aufbau genauer beleuchten. Jede Anleihe weist die folgenden Eigenschaften auf: 

  • Herausgeber (“Emittent“): Ein Unternehmen, Staat oder Organisation, das die Anleihe verkauft und am Laufzeitende auch wieder zurückzahlt.

  • Nennwert oder Nominalwert: Der Geldbetrag, den der Käufer zu Beginn an den Herausgeber zahlt. Diese Summe wird zum Laufzeitende zurückgezahlt. 

  • Laufzeit: Der Zeitraum bis zur Rückzahlung 

  • Zinsen (“Kupon”): Die Zinsen, die der Käufer vom Herausgeber erhält. Der Betrag wird in Prozent vom Nennwert angegeben und bezieht sich immer auf ein Jahr. 

  • Marktpreis: Der aktuelle Preis an einer Anleihenbörse oder Investment-Plattform. Er kann höher oder niedriger als der Nennwert ausfallen. 


Neben diesen fünf zentralen Punkten können weitere, optionale Informationen enthalten sein. Dazu zählt zum Beispiel das Rückzahlungsintervall: Wird der Kupon jährlich, halbjährlich, vierteljährlich oder sogar monatlich ausgezahlt?

Gut zu wissen: Der Kupon wird immer als Prozentsatz pro Jahr angegeben. Die Anzahl der Kuponzahlungen, also jährlich, halbjährlich usw. hat keinen Einfluss auf den Gesamtbetrag. Kürzere Abstände zwischen Zahlungen (zum Beispiel quartalsweise Kupons) können jedoch den Zinseszinseffekt minimal verstärken. 

Anleihen-Arten: Diese festverzinslichen Wertpapiere sollten Sie kennen


Anleihen zählen zu den festverzinslichen Wertpapieren, einer sehr umfangreichen Kategorie von Anlagevehikeln. Die einzelnen Varianten bieten jeweils eigene Vorteile und Risiken. Daher ist ein genauer Blick auf die Unterschiede sehr wichtig! 

 

Eine Einteilung ist zum Beispiel anhand folgender Kriterien möglich: 

  • Herausgeber: Ist der Anleihenemittent ein Staat, ein Unternehmen oder eine andere Organisation?

     

  • Laufzeit: Der Restlaufzeit kommt eine hohe strategische Bedeutung zu, wenn Sie in Anleihen investieren.

     

  • Branche: Unternehmensanleihen sind in Dutzenden von Branchen verfügbar. Die Wahl hat erhebliche Auswirkungen auf die Diversifikation Ihres Portfolios.

     

  • Region: Auch eine regionale Streuung von Anleihen ist hilfreich, um Verklumpung zu vermeiden.

     

  • Rendite zu Risiko: Hochzinsanleihen locken mit attraktiven Renditen, bergen aber auch ein höheres Risiko. Eine Unterscheidung anhand der Verzinsung kann daher sinnvoll sein.

     

  • Sicherheiten: Einige Anleihen bieten zusätzliche Schutzmechanismen im Falle einer Herausgeberpleite. Diese Sicherheiten verändern jedoch üblicherweise die Rendite.

Unternehmensanleihen vs. Staatsanleihen: Was sind Unternehmensanleihen, was sind Staatsanleihen?


Eine zentrale Frage, wenn Sie
in Anleihen investieren, ist natürlich, wem Sie damit Geld leihen. Sie haben zunächst die Wahl zwischen Staaten und Unternehmen: 

Was sind Unternehmensanleihen?

Firmen benötigen Geld für neue Investitionen, zusätzliches Wachstum oder um bestehende Schulden umzuschichten. Unternehmensanleihen sind ein effektiver Weg, dieses Kapital zu beschaffen! Die Firmen können ihre strategischen Ziele dadurch erreichen und müssen in der Regel weniger hohe Zinsen zahlen und sind deutlich flexibler als bei einem Bankkredit. 

Für Anleger bieten Unternehmensanleihen interessante Chancen zur Geldanlage oder Preispekulation. Je nach Firma und wirtschaftlicher Situation sind große Unterschiede bei Rendite und Risiken möglich.

Was sind Staatsanleihen?

Auch Staaten benötigen immer wieder Geld und wählen Anleihen als direkte und zuverlässige Möglichkeit, dieses zu erhalten. Das Grundprinzip ist mit den Unternehmensanleihen identisch: Der Preis der Wertpapiere kann schwanken, doch am Ende wartet die Rückzahlung zum Nennwert. 

Viele Anleger sehen diese Anlageklasse als besonders risikoarm. Aber wie sicher sind Staatstanleihen wirklich? Die Antwort auf diese Frage hängt vor allem vom jeweiligen Land ab, das die Anleihen herausgibt!

  • Fast alle modernen Staaten sind zu einem gewissen Grad verschuldet. So hat die Bundesrepublik Deutschland zum Beispiel Schulden von rund 2,5 Billionen Euro. In Anbetracht eines Bruttoinlandsprodukts von mehr als 3,6 Billionen gilt dieser Wert jedoch als akzeptabel und deutsche Staatsanleihen als sehr sicher.

  • Daher können Anleger für eine solche “Bundesanleihe” auch keine allzu hohen Zinsen erwarten. Andere Nationen weisen hingegen höhere Risiken auf, bieten aber im Gegenzug auch höhere Kuponzahlungen. Welches Verhältnis aus Gefahren und Chancen geeignet ist, muss jeder Investor selbst entscheiden. 

  • Achtung! Typische Gefahren von Anleihen, wie ein Kursrückgang bei steigenden Zinssätzen, bestehen auch bei Staatstanleihen. Wie sicher sind Staatsanleihen ist daher auch eine Frage des wirtschaftlichen Umfelds und anderer Faktoren – nicht nur der Herausgeberwahl. Daher ist es ratsam, sich nicht auf die scheinbare Sicherheit zu verlassen und stattdessen durch gute Diversifikation Gefahren zu verringern. 


Besicherte Anleihen oder unbesicherte Anleihen?

Ein weiterer wichtiger Unterscheidungspunkt von festverzinslichen Wertpapieren sind ihre Sicherheitsvorkehrungen für den Fall einer Insolvenz des Herausgebers. Hier unterscheidet man zwischen besicherten Anleihen und unbesicherten Anleihen. 


Besicherte Anleihen 

Es handelt sich um festverzinsliche Wertpapiere, bei denen eine zusätzliche Sicherheit für die Investoren hinterlegt wurde. Das können zum Beispiel Grundstücke, Gebäude oder eine Bürgschaft sein. Im Falle einer Herausgeber-Insolvenz werden diese verkauft/eingefordert und an die Anleger ausbezahlt. 

Dieser Vorteil ist natürlich nicht kostenlos: Die Nachfrage ist bei besicherten Anleihen höher, und die Emittenten können niedrigere Zinsen anbieten, um Kapital zu erhalten. Besicherte Anleihen sind also sicherer, bieten aber in der Regel geringere Jahresrenditen. 

 

Unbesicherte Anleihen

Unbesicherte Anleihen weisen keine weiteren Schutzmechanismen auf. Im Falle einer Emittentenpleite werden die Anleihenbesitzer aus der Insolvenzmasse bezahlt. Wie hoch der Rückzahlungsbetrag ausfällt und ob überhaupt Geld zurückfließt, ist jedoch nicht garantiert. 

Daher weisen unbesicherte Anleihen ein deutlich höheres Risiko auf. Es ist kaum eine Überraschung, dass die Herausgeber für solche festverzinslichen Wertpapiere höhere Zinsen anbieten müssen. Nur so finden sich Investoren, die diese Gefahren auf sich nehmen. 

Gut zu wissen: Egal ob besicherte Anleihen oder unbesicherte Anleihen, die Rückzahlung erfolgt im Falle einer Insolvenz nach einer vorgegebenen Reihenfolge. Vorrangige Anleihengläubiger werden dabei zuerst ausbezahlt. Nachrangige Anleihengläubiger erhalten ihr Geld im Anschluss zurück – sofern noch etwas übrig ist. 

Unterschied zwischen Anleihen und Aktien: In Aktien investieren oder in Anleihen investieren?


Sollte man in Aktien investieren oder doch lieber auf Anleihen setzen?
Eine häufig gestellte Frage, die jedoch am Kern der beiden Anlageklassen vorbeigeht: Es muss keine Entweder-oder-Entscheidung sein! Stattdessen kann es sinnvoll sein, beide Investments zu kombinieren. 

Ein typisches Portfolio könnte zum Beispiel 30 bis 40 % Anleihen enthalten. Die verbleibenden Prozent fließen – je nach Strategie – in Aktien, Kredite, ETF, Immobilien, Kryptowährungen oder auch Edelmetalle. 

Ob diese “Standardaufteilung” zu Ihnen und Ihren Wünschen passt, können nur Sie selbst entscheiden. Dazu sollten Sie auch die spezifischen Vor- und Nachteile von Investments in Aktien und Anleihen kennen: 

In Aktien investieren

Aktien zählen zu den wohl bekanntesten Finanzprodukten. Besonders in den letzten Jahren haben sie stark an Beliebtheit gewonnen. Das ist kaum verwunderlich: 

  • Wenn wir in Aktien investieren, erwerben wir einen Anteil am jeweiligen Unternehmen. 
  • Bei wirtschaftlichem Erfolg steigt der Wert unseres Investments und es warten hohe Profite. 
  • Kursschwankungen (Volatilität) sind höher als bei den meisten anderen Anlageklassen und bieten die Chance auf überdurchschnittliche Rendite.
  • Auch Dividenden, also Gewinnausschüttungen der Firmen, sind eine mögliche Einnahmequelle. 
  • Es stehen Hunderttausende von Aktien zur Verfügung, sodass sehr viele Strategien möglich sind.
  • Die meisten Titel sind hochliquide und lassen sich in kürzester Zeit und mit geringen Aufschlägen handeln. 
  • Einfacher Zugang mit geringen Mindestbeträgen.


Gleichzeitig ist aber Vorsicht geboten, wenn Sie in Aktien investieren:

  • Der Kurs (und damit der Wert der Aktien) kann auch sinken. 
  • Anleger können in diesem Fall auf bessere Zeiten warten oder mit einem Verlust verkaufen. 
  • Im Extremfall, der Firmeninsolvenz, kann Ihr gesamtes Kapital verloren gehen.
  • Dividenden sind ebenfalls nicht garantiert und können wegfallen. 

Aktien bieten also hohe Chancen bei erheblichen Risiken. Damit sind sie vor allem für Renditesucher geeignet, die längere Zeit auf ihr Geld verzichten und mit Rückschlägen umgehen können. 

 

In Anleihen investieren

Anleihen glänzen oft genau dort, wo Aktieninvestments schwächeln. Das macht die beiden Anlageklassen zu einem idealen Team! Wenn Sie in Anleihen investieren, profitieren Sie von: 

  • Einer niedrigeren durchschnittlichen Volatilität, die sich in stabileren Kursen äußert. So können Sie Ruhe in Ihr Portfolio bringen. 
  • Der Rückzahlung am Ende der Laufzeit, sodass zwischenzeitliche Kursschwankungen weniger ins Gewicht fallen. 
  • Berechenbarem Einkommen aus Kuponzahlungen.
  • Bei Staatsanleihen: je nach Land sehr hohe Sicherheit
  • Bei Hochzinsanleihen: in der Regel sehr hohe jährliche Kuponzahlungen
  • Große Auswahl an Unternehmensanleihen verschiedener Branchen und Staaten. 
  • Mögliche Kursgewinne, die sich durch einen vorzeitigen Verkauf realisieren lassen.
  • Besseren Aussichten im Falle einer Insolvenz im Vergleich zu Aktionären. Je nach Art des Wertpapiers stehen Anleihegläubiger weit oben oder sogar an der Spitze der Rückzahlungsreihenfolge. 

 

Umgekehrt müssen Sie jedoch auch einige Nachteile in Kauf nehmen, wenn Sie in Anleihen investieren: 

  • Bei sicheren Staatstanleihen: in der Regel sehr niedrige Zinsen, die oft kaum die Inflation ausgleichen können. 
  • Bei Hochzinsanleihen: ein höheres Ausfallrisiko. 
  • Kursschwankungen während der Laufzeit können Verluste bei vorzeitigem Verkauf bedeuten. 
  • Die eher stabilen Kurse machen es schwierig, durch den Handel hohe Gewinne zu erzeugen.
  • Wenn Sie in Anleihen investieren, setzen Sie sich einem Zinsrisiko aus: Der Anleihenpreis fällt, wenn die Zinsen am Geldmarkt steigen. 
  • Zudem besteht ein Liquiditätsrisiko, denn nicht immer ist ein schneller Ein- oder Verkauf möglich. 
  • Investment-Plattformen wie Mintos haben Investitionen in den Anleihenmarkt zwar deutlich vereinfacht; viele Banken und Broker erheben jedoch weiterhin hohe Gebühren und enorme Mindestbeträge, die den Zugang erschweren.

Der Unterschied zwischen Anleihen und Aktien ist sehr deutlich: Die Stärke der einen Anlageklasse ist die Schwäche der anderen. Es ist daher kaum verwunderlich, dass oft die Nachfrage nach einer von ihnen steigt, wenn die anderen sinkt! Viele Anleger investieren in Anleihen, wenn es am Aktienmarkt bergab geht – und umgekehrt.

Risiken bei Anleihen erklärt: Zinsrisiko, Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko


Im Abschnitt “Was sind Anleihen?” sind wir bereits auf die Eigenschaften dieser Anlageklasse, insbesondere die schwankenden Kurse und Rückzahlung am Laufzeitende, eingegangen. Diese Besonderheiten führen zu einigen speziellen Risiken, die wir im Folgenden genauer betrachten wollen: 

Zinsrisiko

Anleihen zählen zu den festverzinslichen Wertpapieren. Diese Anlageklasse reagiert auf Zinsveränderungen: 

  • Der Anleihezins wird bei Herausgabe festgelegt und bleibt während der Laufzeit gleich (Ausnahme: variabel verzinsliche Anleihen). 

  • Verändern sich die Zinsen am Markt, kann der Anleihezins im Vergleich dazu an Attraktivität gewinnen oder verlieren. 

  • Steigen die Zinsen, sind die Anleihezinsen (alter, niedriger Wert) weniger einladend. Die Nachfrage und in der Folge die Kurse sinken. 

  • Sinken hingegen die Zinsen, machen die Anleihen mit den alten, höheren Zinsen plötzlich eine gute Figur. Der Preis für solche Wertpapiere steigt entsprechend an. 


Es besteht also die Gefahr, dass die eigenen Anleihen durch eine Zinserhöhung an Wert verlieren – das sogenannte Zinsrisiko. Dabei gilt: Je länger die Restlaufzeit eines Wertpapiers, desto stärker der Effekt! Denn der mögliche Schaden (verpasste Zinsen) tritt jedes Jahr erneut ein. 

Zur groben Berechnung des Zinsrisikos kann man den Zinsunterschied mit der verbleibenden Restlaufzeit multiplizieren. Sinken die Zinsen zum Beispiel um 0,5 % und eine Anleihe hat eine Restlaufzeit von 10 Jahren, ist mit einem Preisrückgang von rund 5 % zu rechnen.

Als Anleger sind Sie dem Zinsrisiko jedoch nicht schutzlos ausgeliefert: 

  • Was sind Anleihen wenn nicht flexible Investments mit großer Auswahl? Durch eine geschickte Kombination von verschiedenen Laufzeiten lässt sich das Zinsrisiko reduzieren, ohne völlig auf hohe Zinsen zu verzichten. 

  • Kurzlaufende Anleihen reagieren kaum auf Zinsänderungen und bringen so Stabilität ins Portfolio. 

  • Langlaufende Wertpapiere sorgen für höhere Einnahmen, verlieren bei Zinsveränderungen aber auch stärker an Wert. 

  • Ist eine Anleihe ausgelaufen, wird eine neue erworben. So treffen kontinuierlich Kupons und Rückzahlungen ein. Da das Portfolio dabei mehrere Stufen von Anleihen enthält, spricht man auch von der Anleihenleiter oder Bond Ladder. 

 

Kreditrisiko

Zu den Risiken bei Anleihen zählt die Möglichkeit, dass der Herausgeber insolvent wird und am Ende der Laufzeit das erhaltene Geld nicht zurückzahlen kann. Dieses sogenannte Kreditrisiko oder Emittentenrisiko ist eine der größten Gefahren, denn im schlimmsten Fall könnte das gesamte Kapital der Investoren verloren gehen!

Um das Kreditrisiko vorab einschätzen zu können, stehen Ratings zur Verfügung: Spezialisierte Agenturen bewerten die Zahlungsfähigkeit der Herausgeber und vergeben Noten, die von AAA (höchste Qualität/niedrigstes Risiko) bis D (Default = Rückzahlung bereits ausgefallen) reichen. 

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko einer Anleihe beschreibt die möglichen Probleme, die beim Kauf oder Verkauf des Wertpapiers durch zu geringe Nachfrage entstehen. 

  • Für jede Transaktion wird ein Käufer und Verkäufer benötigt. Findet sich kein Handelspartner, kommt auch kein Geschäft zustande. 

  • Es kann zu längeren Wartezeiten und schlechteren Spreads (Unterschied zwischen Ein- und Verkaufspreis) kommen. 

  • Auch neu herausgegebene Titel können vom Liquiditätsrisiko betroffen sein: Bei hoher Nachfrage sind Anleihen möglicherweise bereits vergriffen und interessierte Anleger gehen leer aus.  

  • Das Liquiditätsrisiko besteht also sowohl auf dem Primär- als auch dem Sekundärmarkt.

  • Die Größe eines Sekundärmarkts und damit die Liquidität kann erheblich schwanken – je nachdem, welcher Dienstleister zum Einsatz kommt. Denn die meisten Anleihen wechseln heute im außerbörslichen Handel den Besitzer.  


Doch wie lassen sich solche Risiken bei Anleihen umgehen? Eine Möglichkeit besteht darin, auf eine möglichst große Investment-Plattform zu setzen. Mintos verfügt zum Beispiel über mehr als 600.000 Nutzer. Die Chance, hier einen Handelspartner zu finden und das gewünschte Wertpapier ein- oder verkaufen zu können, ist daher höher als bei kleineren Anbietern. Die Liquidität des Sekundärmarkts ist jedoch nicht garantiert.

Investment-Plattformen im Überblick: So gelingt der Einstieg in den Anleihenmarkt


Sie wissen nun,
wie Anleihen funktionieren und möchten die festverzinslichen Wertpapiere zu Ihrem Portfolio hinzufügen? Dann stehen Ihnen drei grundsätzliche Möglichkeiten, um in Anleihen zu investieren, zur Verfügung:

  1. Manuelles Investment: Sie kaufen auf dem Anleihenmarkt ein passendes Wertpapier direkt ein. Sie sind Besitzer der jeweiligen Anleihe.

  2. Automatisiertes Investment: Das Anleihenportfolio von Mintos erlaubt es Ihnen, automatisiert in eine breite Auswahl an festverzinslichen Wertpapieren zu investieren. Auch hier sind Sie Besitzer der jeweiligen Anleihen.

  3. Anleihen-ETF: Ein börsengehandeltes Produkt, das zahlreiche Anleihen zusammenfasst. Durch den Kauf sind Sie jedoch nicht Besitzer der enthaltenen Anleihen. 


Alle drei Formen sind grundsätzlich geeignet, in den Anleihenmarkt einzusteigen. Sie kommen jeweils mit verschiedenen Eigenheiten sowie Vor- und Nachteilen daher: 

Manuell: Direkte Auswahl anhand Ihrer Ziele – Sie haben die volle Kontrolle, müssen jedoch selbst aktiv werden und Ihr Portfolio überwachen. Der manuelle Einkauf ist über Banken, einige Online-Broker sowie die Mintos Investment-Plattform möglich. 

Automatisiert: Das Mintos High-Yield-Bonds-Portfolio investiert automatisch in eine breite Auswahl von Anleihen, um eine gute Diversifikation zu erreichen. Ihr Kapital ist dabei jedoch Risiken ausgesetzt. Sie müssen sich um nichts kümmern, haben aber auch weniger Kontrolle – Sie können den automatischen Einkauf aber jederzeit beenden und Anleihen auf dem Sekundärmarkt zum Verkauf anbieten. Die Liquidität des Sekundärmarkts ist nicht garantiert.

Anleihen-ETF: Die genaue Zusammensetzung kann sich von Produkt zu Produkt unterscheiden, bietet in der Regel aber einen breit aufgestellten Zugang zum Anleihenmarkt. Im Falle einer Herausgeber-Insolvenz sind Sie jedoch benachteiligt. Der Zugang ist über Banken, Online-Broker und die Mintos Investment-Plattform möglich. 

 

Egal, für welche Form Sie sich entscheiden: Sie sollten bei der Anbieterwahl unbedingt auf Sicherheit und ein faires Gebührenmodell achten! Hohe Transaktionskosten, jährliche Aufschläge, Depotgebühren oder Ausfälle durch mangelnde Überwachung können Ihre Rendite empfindlich schmälern. 

Eine EU-regulierte Plattform kann zusätzliche Sicherheit bieten. Insbesondere bei Zahlungsausfällen können solche Anbieter Ihre Ansprüche gegenüber dem Herausgeber oft effizienter und mit höherer Erfolgschance durchsetzen. 

  • Mintos bietet Ihnen Zugang zum Anleihenmarkt (manuell oder automatisiert) sowie Anleihen-ETF über eine regulierte Investment-Plattform. Für den direkten Kauf und Anleihen-ETF erhebt Mintos keine Gebühren; automatisierte Anleihenportfolios kosten lediglich 0,39 % pro Jahr.

    Ein Mindestbetrag von nur 50 € erleichtert den Einstieg. Zudem profitieren Anleger von einem eigenen Risiko-Scoring und dem großen Sekundärmarkt: Über 600.000 Nutzer vertrauen bereits auf Mintos. Dadurch steigt die Chance, einen Käufer für Ihre Anleihen zu finden und Investments vorzeitig zu beenden. Wie bei allen Investments ist Ihr Kapital einem Risiko ausgesetzt. Die Liquidität des Sekundärmarkts ist nicht garantiert. 

    Mehr zur Funktionsweise erfahren Sie in unseren Beitrag “Wie investiert man in anleihen mit der Mintos Investment-Plattform?

Fazit: Was sind Anleihen? Kredite für Staaten und Unternehmen mit regelmäßigen Zinsen!


Die einfachste Antwort auf die häufig gestellte Frage “Was sind Anleihen?” lautet: Anleihen sind handelbare Schuldverschreibungen, die von Unternehmen oder Staaten herausgegeben werden. Der Käufer leiht dem Herausgeber Geld, das er am Ende der Laufzeit zurückerhält. Höhe und Zeitpunkt der Zinsen sind vorab festgelegt. 

Das besondere Potenzial entsteht durch die Mischung aus schwankenden Preisen und Rückzahlung am Ende: Faktoren wie Zinsveränderungen oder einfach Angebot und Nachfrage können den Kurs einer Anleihe beeinflussen und so Gewinne ermöglichen. Am Laufzeitende wartet jedoch die Rückzahlung zum ursprünglichen Nennwert. 

Trotz verschiedener Gefahren wie dem Zinsrisiko, Kreditrisiko oder Liquiditätsrisiko sind Anleihen eine interessante Anlageklasse. Eine große Auswahl an Staatsanleihen, Hochzinsanleihen und ähnlichen Produkten stehen zur Verfügung und erlauben unterschiedliche Strategien wie das Bond Laddering. 

Der Anleihenmarkt ist heute dank manueller Investments, automatisierter Portfolios oder via Anleihen-ETF leichter zugänglich als in der Vergangenheit. 

Mintos ist eine EU-regulierte Investment-Plattform, die alle drei Formen anbietet. Im Falle direkter Investments sogar komplett gebührenfrei (bei automatisierten Portfolios entstehen Kosten von 0,39 % pro Jahr). Das Mindestinvestment für Mintos Hochzinsanleihen liegt mit 50 € deutlich unter dem hohen Kapitalbedarf, der in der Vergangenheit am Anleihenmarkt üblich war. Wie bei allen Investments ist Ihr Kapital einem Risiko ausgesetzt. Die Liquidität des Sekundärmarkts ist nicht garantiert.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was sind Nachteile von Anleihen?

Anleihen bergen Gefahren wie das Zinsrisiko (Anleihe verliert an Wert, wenn der Marktzins steigt), das Emittentenrisiko (der Herausgeber der Anleihe könnte insolvent werden und die Rückzahlung nicht mehr leisten) sowie das Liquiditätsrisiko (Handel verzögert/unmöglich durch geringes Angebot oder Nachfrage).

Die häufigste Variante ist eine vollständige Rückzahlung am Ende der Laufzeit. Es gibt jedoch auch Anleihen, die in Raten zurückerstattet werden. Dies kann die Rückzahlungen und den effektiven Anleihezins stark beeinflussen. 

Grundsätzlich ist es möglich, mit Anleihen Geld zu verlieren. Aufgrund der schwankenden Preise sind beim Verkauf Verluste möglich, insbesondere, wenn Sie Anleihen über dem Nennwert kaufen. Auch ein Ausfall des Herausgebers ist theoretisch möglich.

Für Anfänger kann es sinnvoll sein, auf vorgefertigte Anlagestrategien und etablierte Investment-Plattformen zurückzugreifen. Automatisierte Portfolios oder Anleihen-ETFs können eine gute Diversifikation bieten und so Risiken reduzieren.

Geht der Leitzins zurück, werden ältere Anleihen plötzlich attraktiver, denn sie bieten noch den alten, höheren Zinssatz. Dadurch steigt die Nachfrage und damit auch der Kurs. Anleger können durch einen Verkauf Gewinne erzielen oder auf die Rückzahlung warten.