Nach zwei Wochen: der russisch-ukrainische Krieg und der Mintos-Status

Russia Ukraine

Die russische Invasion in der Ukraine geht in die dritte Woche. Sie hat Menschenleben gekostet und die städtische sowie wirtschaftliche Infrastruktur der Ukraine zerstört. Millionen Menschen sind aus ihren Häusern in der Ukraine geflohen. Der daraus resultierende Wirtschaftskrieg schwächt Russland und ausländische Investitionen in dem Land weiter. Die globalen Auswirkungen des Krieges sind noch nicht kalkulierbar.

Bei Mintos verfolgen wir als Experten und Privatpersonen täglich die Entwicklungen des Krieges und beobachten die Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland genau. Rund 15 % des ausstehenden Anlageportfolios von Mintos sind derzeit im Land blockiert, wo wir zuvor mit 7 Kreditunternehmen zusammengearbeitet haben. Für die Anleger bedeutet dies derzeit, dass die Rückzahlungen von Kreditnehmern für Kredite in Russland Gegenstand von blockierten Finanztransaktionen sind. Für Mintos als Unternehmen bedeutet dies, dass wir mit 15 % der Einnahmen aus der Zusammenarbeit mit diesen Kreditinstituten am Risiko beteiligt sind. In der Vergangenheit hatten wir eine sehr erfolgreiche Geschäftsbeziehung mit Kreditgebern im russischen Markt, mit null Zahlungsausfällen im Laufe von 7 Jahren.

Wir arbeiten in erster Linie aktiv daran, sanktionskonforme alternative Überweisungskanäle für die Kreditnehmerrückzahlungen an die Mintos-Anleger zu finden. Da der größte Teil unseres Geschäfts ungestört weiterläuft, arbeiten wir auch fortgesetzt an der Betreuung unserer Anleger und am Angebot unserer Plattform in einem regulierten Umfeld. In der Fragerunde (Ask Mintos Anything) für Investoren, die am 7. März 2022 live gestreamt wurde, gab Mintos-Mitgründer und CFO/COO Martins Valters einen detaillierten Überblick darüber, wie sich die Sanktionen auf die Geldtransferströme nach und aus Russland auswirken und was dies für Mintos und die Anleger auf der Plattform bedeutet.

Langfristige Unsicherheit trifft auf Echtzeit-Aktivität auf Mintos

„Investitionen in russische Aktien sind blockiert, internationale Geschäftsvorgänge pausiert oder gestoppt, selbst Flugzeuge europäischer Leasinggesellschaften können nicht zurückgeflogen werden, da Russland zu einer isolierten Insel in der internationalen Politik und den Finanzmarktströmen geworden ist. Die russische Zentralbank hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, darunter das Verbot von Überweisungen auf Konten im Ausland und die Schließung der Moskauer Börse seit dem ersten Tag des Krieges, um die Information über Verluste, die definitiv eingetreten sind, hinauszuzögern.

Dies wirkt sich auch auf die Kreditnehmer und Kreditunternehmen aus, die Geiseln der von der Führung des Landes geschaffenen Situation sind. Wir sehen zwar eine starke Bereitschaft der russischen Kreditunternehmen, ihre Verbindlichkeiten gegenüber Mintos und Investoren zu begleichen, aber das ist derzeit einfach nicht möglich. Euro und andere Fremdwährungen können nicht aus Russland transferiert werden, und europäische Banken können den Rubel nicht bedienen, da sie sowohl eine mögliche Verletzung der Sanktionsvorschriften als auch einen nicht berechenbaren Umtauschwert des Rubels vermeiden möchten“, sagt Martins Valters.

„Ohne zu wissen, wie groß die potenzielle Wertschwankung des Rubels ist, und da russischen Unternehmen der Zugang zu ihren Fremdwährungsguthaben versperrt ist, können wir die Umschuldung nicht in Angriff nehmen, ganz gleich, wie bereitwillig die Kreditunternehmen ihren Verpflichtungen nachkommen. Deshalb arbeiten wir täglich daran, alternative Kanäle für die Überweisung der Kreditnehmerrückzahlungen zu finden. Mit Blick auf die Zukunft besteht die größte Hoffnung darin, dass sich der gesunde Menschenverstand durchsetzen wird, dass die Diplomatie über die Waffen siegen wird und dass wir bald direkte Auswirkungen auf die Finanzmärkte sehen werden. Solange dies nicht der Fall ist, werden wir weiter an Lösungen für die Übertragung von Rückzahlungen arbeiten. Ansonsten sehen wir am größeren Teil unseres Geschäfts, das intakt ist, Anzeichen für eine wachsende Attraktivität für Investoren in der Anlageklasse der Kredite“, fügt Martins hinzu.

Darlehen aus dem Rest der Welt nicht beeinträchtigt

Während russische Vermögenswerte zum Großteil eingefroren sind, werden die ausstehenden Investitionen der Anleger im Rest der Welt, die 85 % der gesamten Investitionen auf Mintos ausmachen, derzeit nicht direkt vom Krieg beeinflusst. So schrecklich der Krieg in der Ukraine auch ist, der Krieg selbst hat keine direkten Auswirkungen auf die Rückzahlungen von Kreditnehmern in Spanien, Mexiko, Indonesien und anderen Ländern auf der Welt, die nicht in ihm verwickelt sind. Was mögliche negative externe Effekte angeht, so kann die Volatilität der Aktien- und Anleihekurse denjenigen schaden, die in eine Reihe von betroffenen Investitionen involviert sind, sie haben jedoch keinen Einfluss auf die Fähigkeit oder Bereitschaft der Kreditnehmer, ihre Schulden auf den globalen Märkten zurückzuzahlen. Sobald in die Preise von Waren und Dienstleistungen eingeflossen, werden sich Preisausschläge bei Rohstoffen wahrscheinlich nicht wesentlich auf die Kreditrückzahlung der Kreditnehmer auswirken. Die Volatilität an den Märkten hat jedoch zu höheren Zinssätzen für festverzinsliche Unternehmensinstrumente geführt. Ein ähnlicher Trend ist bei den Krediten auf Mintos zu beobachten.

Rückkehr von Zinssätzen im Bereich zwischen 10 und 20 Prozent

„Die Zinssätze für Kredite auf Mintos sind erheblich gestiegen, von durchschnittlich 8,6 % im Januar auf 10,6 % im März. Der Großteil der Kredite, die für Investitionen verfügbar sind, stammt von etablierten Kreditunternehmen und Konzernen, die weltweit tätig sind, wie Creditstar, ID Finance, IDF Eurasia, Eleving Group und Sun Finance. Diese Unternehmen haben ihre Kreditnehmer auf vier Kontinenten und in verschiedenen Regionen: von Mexiko bis Südafrika und Kenia, in Indonesien und Vietnam sowie in Estland, Finnland, Litauen, Lettland, Polen, Spanien und anderen Ländern in Europa“, sagte Janis Pranevics, Leiter der Abteilung Partnerschaften bei Mintos.

Außerdem haben einige Kreditunternehmen zum ersten Mal seit Monaten wieder EUR-Anlagen zu Zinssätzen von über 13 % angeboten. In den vergangenen zwei Wochen wurden auf der Plattform Kredite im Wert von 10 Mio. EUR mit Zinssätzen zwischen 13 % und 16 % bereitgestellt.

In Anbetracht der jüngsten Ereignisse ermutigen wir die Anleger, ihre eigene Risikobereitschaft zu prüfen, bevor sie investieren. Auch sollten sie die Entwicklung der Weltwirtschaft verfolgen und selbst beurteilen, wie groß ihr Anlageportfolio sein sollte und wie es am besten zu verteilen ist, um die Risiken zu minimieren und gleichzeitig mit soliden Zinssätzen eine langfristig gute Positionierung zu erreichen.

Wir werden weiterhin daran arbeiten, den Anlegern einen Mehrwert zu bieten und unsere Dienstleistungen stetig zu verbessern, während wir täglich die Auswirkungen der globalen Finanzmärkte bewerten.

Verfolgen Sie unsere regelmäßigen Aktualisierungen zum Krieg in der Ukraine und schreiben Sie Ihre Kommentare und Fragen in der Mintos Community.

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