Hochzinsanleihen: Was sind “High Yield Bonds” und wie funktionieren sie?

Man relaxing with headphones while researching junk bonds on his phone

In der Vergangenheit waren High Yield Anleihen vor allem Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften und institutionellen Investoren vorbehalten. Doch auch risikofreudige Privatanleger können mittlerweile Hochzinsanleihen nutzen. Wir erklären, wie das funktioniert und worauf Sie dabei achten sollten. 

 

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Hochzinsanleihen oder “High Yield Bonds” sind Anleihen mit höherer Verzinsung von Herausgebern mit einer niedrigeren Bonität (im Vergleich zu Investment-Grade-Anleihen) 
  • Solche Wertpapiere können höhere Erträge bieten, besitzen aber auch ein größeres Risiko bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals
  • High Yield Bonds sind heute unter anderem über Online-Investmentplattformen verfügbar 

Die vorliegenden Texte dienen dem Marketing und stellen in keiner Weise eine Anlageempfehlung, Anlageberatung oder Grundlage für Anlageentscheidungen dar. Geldanlagen sind mit Risiken verbunden, da der Wert eines Investments sowohl steigen als auch fallen kann. Die historische Wertentwicklung von Investments ist kein Garant für zukünftige Gewinne. Bevor Sie Geld investieren, sollten Sie Ihr persönliches Fachwissen, Erfahrung, finanzielle Situation und Anlageziele prüfen und gegebenenfalls professionelle Anlageberatung aufsuchen.

Hochzinsanleihen, Junk Bonds, High Yield Bonds erklärt


Wenn sich Staaten oder Unternehmen Kapital beschaffen möchten, können sie Anleihen herausgeben. Wer eine solche Anleihe kauft, leiht dem Herausgeber Geld und erhält im Gegenzug regelmäßig Zinsen (den sogenannten “Kupon”). Geht alles glatt, wartet am Ende der Laufzeit die Rückzahlung der geliehenen Summe. 

Wenn wir in Anleihen investieren, ist unser Kapital grundsätzlich in Gefahr: Der Anleiheherausgeber könnte in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Unsere Zinsen und die Rückzahlung könnten sich dann verzögern und sogar ganz oder teilweise ausfallen. Die Wahl des passenden Herausgebers ist daher von größter Bedeutung!

Man unterscheidet daher Anleihen anhand des erwarteten Risikos. Die Einstufung wird von verschiedenen Dienstleistern und Investment-Plattformen vorgenommen, von denen “Moody’s” und “S&P” zweifellos die bekanntesten sind:  

 

Moody’s

S&P

Bewertung

 

Aaa

AAA

Schuldner höchster Bonität, Ausfallrisiko auch längerfristig äußerst gering

 

Aa1

AA+

Sichere Anlage, Ausfallrisiko so gut wie vernachlässigbar, längerfristig aber etwas schwerer einzuschätzen

 

Aa2

AA

Aa3

AA-

A1

A+

Sichere Anlage, sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse die Gesamtwirtschaft oder die Branche beeinträchtigen

 

A2

A

A3

A-

Baa1

BBB+

Durchschnittlich gute Anlage. Bei Verschlechterung der Gesamtwirtschaft ist aber mit Problemen zu rechnen

 

Baa2

BBB

Baa3

BBB-

Ba1

BB+

Spekulative Anlage. Bei Verschlechterung der Lage ist mit Ausfällen zu rechnen

 

Ba2

BB

Ba3

BB-

B1

B+

Hochspekulative Anlage. Bei Verschlechterung der Lage sind Ausfälle wahrscheinlich

 

B2

B

B3

B-

Caa1

CCC+

Nur bei günstiger Entwicklung sind keine Ausfälle zu erwarten

 

Caa2

CCC

Caa3

CCC-

Ca

CC

C

C

In Zahlungsverzug

 
 

D

  

 

Die Titel mit der höchsten Bonität bis hin zur Stufe Baa3/BBB- gelten als “Investment Grade”. Anleihen ab der Kategorie BB+ (Ba1 bei Moody’s) oder schlechter gelten als Hochzinsanleihen. Sie werden auch als High Yield Bonds, Ramschanleihen oder Junk Bonds bezeichnet. 

Diese Kategorie umfasst somit leicht spekulative Titel der Bereiche BB bis hin zu bereits ausgefallenen Wertpapieren der Rubriken C und D. Hochzinsanleihen sind also ein sehr breit gefächertes Spektrum. Daher hat sich eine weitere Unterteilung eingebürgert: Quality Junk (B-Ratings) und Real Junk (Caa1/CCC+ und schlechter). 

Aufgrund der großen möglichen Unterschiede zwischen den verschiedenen High Yield Bonds ist eine genaue Betrachtung des Herausgebers unbedingt zu empfehlen!

Mehr zur Funktion dieser Anlageklasse erfahren Sie auch in unserem Beitrag “Was sind Anleihen”

 

Was Ratings wirklich messen

Die Ratings der großen Agenturen dienen vielen Investoren als wichtige Unterstützung bei der Auswahl passender Anleihen. Beim Einsatz sind jedoch auch Besonderheiten und Einschränkungen zu beachten: 

  • Ein Anleiherating spiegelt lediglich die Einschätzung der Ratingagentur über die Finanzkraft des Herausgebers, die Stabilität seines Cashflows, seine Verschuldung sowie das allgemeine wirtschaftliche Umfeld wider.

  • Es handelt sich dabei weder um eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung noch um eine Garantie für ein bestimmtes Ergebnis.

  • Ratings ändern sich im Laufe der Zeit. Ein Herausgeber, der heute mit „BB“ bewertet wird,  könnte schon morgen in den Investment-Grade-Bereich heraufgestuft oder weiter herabgestuft werden.

  • Änderungen der Ratings wirken sich auf die Anleihekurse aus – auch drastische Veränderungen sind möglich! Denn viele institutionelle Investoren kaufen und verkaufen regelbasiert anhand der aktuellen Ratings.

  • Ratings sind rückblickende und vorausschauende Bewertungen, aber sie sind nicht unfehlbar. Die Finanzkrise von 2008 hat zum Beispiel erhebliche Mängel bei der Bewertung strukturierter Produkte offenbart.

Für einzelne Unternehmensanleihen bleiben Ratings eine nützliche Informationsquelle. Sie können damit Teil der erforderlichen Due Diligence vor einem Investment sein, sollten jedoch niemals allein eine Anlageentscheidung verantworten. 

 

Investment-Grade-Anleihen vs. Hochzinsanleihen: Unterschiede erklärt

Die Grenze zwischen Investment-Grade- und Hochzinsanleihen wird von den Ratingagenturen festgelegt. Diese Unterscheidung ist mehr als nur eine Bezeichnung: Sie beeinflusst, wie sich diese Anleihen verhalten, wer sie hält und welche Rolle sie in einem Portfolio spielen können!

 

 

Investment Grade Anleihen

Hochzinsanleihen

Rating

Aaa/AAA bis einschl. Baa3/BBB-

Ab Ba1/BB+ und schlechter

Rendite

Üblicherweise geringer

Üblicherweise höher

Ausfallrisiko

Geringer

Höher

Herausgeber

Staaten, große Unternehmen und Organisationen

Mittlere- und Wachstumsunternehmen, einige Schwellenländer

Typische Eigenschaften

Geringe Kursschwankungen, niedrige, regelmäßige Einkommen

Zusatzeinkommen bei höheren Risiken

 

Rendite und Ertrag

Die höhere Rendite von Hochzinsanleihen gegenüber Investment-Grade-Anleihen spiegelt unter anderem das zusätzliche Kreditrisiko wider, das Anleger eingehen. Dieser “Spread” (Unterschied zwischen den beiden Verzinsungen) schwankt mit den Marktbedingungen: 

  • In wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann er sich weiten (Rendite von Hochzinsanleihen steigt, aber auch Risiken nehmen zu. Investment-Grade-Titel verzeichnen meist weniger starke Veränderungen)

  • Verbessern sich die Kreditbedingungen, verringert sich auch häufig der Spread

 

Risikoprofil

Hochzinsanleihen kommen mit zusätzlichen/größeren Gefahren daher: Sie reagieren stärker auf Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der finanziellen Gesundheit des Herausgebers.

In Rezessionsphasen sind die Ausfallraten der Hochzinsanleihen zudem höher. Die Herausgeber befinden sich wirtschaftlich in einer weniger stabilen Situation und sind daher häufiger von Zahlungsverzögerungen und Pleiten betroffen. 

Die Herausgeber von Investment-Grade-Anleihen können solche schwierigen Zeiten in der Regel besser überstehen. Solche Anleihen mit hoher Bonität reagieren jedoch im Gegenzug meist stärker auf Zinsveränderungen, als es bei High Yield Bonds der Fall ist. 

 

Welche Anleihenform ist besser?

Keine der beiden Kategorien ist grundsätzlich besser oder schlechter als die andere. Beide Formen bringen spezielle Vor- und Nachteile mit sich, die zu den Zielen und Möglichkeiten des jeweiligen Anlegers passen müssen. 

  • Hochzinsanleihen: Bieten ein höheres Ertragspotenzial bei ebenfalls höheren Risiken
     
  • Investment-Grade-Anleihen: Im direkten Vergleich liefern sie in der Regel eine höhere Stabilität bei niedrigerem Ertragspotenzial. 

Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung müssen High-Yield- und Investment-Grade-Anleihen keine Entweder-oder-Entscheidung sein. Auch ein Mix beider Formen könnte sinnvoll sein, was auch die Nachfrage nach beiden Arten von Anleihen erklärt.  

 

Vor- und Nachteile von High-Yield-Anleihen erklärt

Trotz der möglichen Risiken ziehen Hochzinsanleihen unterschiedliche Anleger an. Ihre Attraktivität beruht auf einigen Vorzügen, die sich weder mit anderen festverzinslichen Anlagen noch mit Aktien nachbilden lassen. 

  • Einkommensquelle

Der wohl wichtigste Pluspunkt ist die Rendite der Hochzinsanleihen: Sie bieten höhere Kupons als Investment-Grade-Anleihen und viele andere, festverzinsliche Angebote. Das macht sie vor allem für Anleger attraktiv, die regelmäßige Erträge anstreben. 

Insbesondere in einem Niedrigzinsumfeld kann sich ein großer Renditeunterschied zu Anleihen mit höherer Bonität bilden. High Yield Bonds stellen damit eine mögliche – wenn auch riskantere – Alternative dar, um höhere Erträge zu erzielen oder um nebenbei Geld zu verdienen.

 

  • Diversifizierung

Die Beimischung von Hochzinsanleihen zu einem Portfolio aus anderen Anlageklassen könnte die Diversifikation verbessern. So könnte etwa ein Portfolio, das bereits Investment-Grade-Anleihen und Aktien enthält, durch die High Yield Titel breiter aufgestellt werden. 

Das Renditeprofil der hochverzinsten Anleihen unterscheidet sich sowohl von Aktien als auch von reinen Investment-Grade-Anleihen, kreditbesicherten Wertpapieren, Immobilieninvestments, festverzinslichen Wertpapieren und Co. Das bedeutet, dass sie theoretisch zu einem ausgewogeneren Risiko-Rendite-Verhältnis beitragen könnten.

 

  • Laufzeiten

Hochzinsanleihen weisen oft kürzere Laufzeiten als typische Investment-Grade-Anleihen auf. Die kürzere Investmentzeit reduziert das Zinsrisiko, da es schlichtweg weniger Zeit für negative Veränderungen des Leitzinses gibt. Dies kann vor allem in Phasen steigender Zinsen oder generell hoher Volatilität von Vorteil sein. 

Auch für eine Ladder-Strategie könnte die kürzere Laufzeit Vorzüge bieten. Mehr zu dieser Vorgehensweise erfahren Sie in unserem Beitrag “In Anleihen investieren: Strategien für Diversifikation und Performance”. 

 

Nachteile und Risiken

Hochzinsanleihen bieten die Chance auf höhere Renditen, um Investoren für ebenfalls höhere Risiken zu entschädigen. Sie sollten die möglichen Risiken und Nachteile daher genau verstehen, bevor Sie sich für die High Yield Anleihen entscheiden.

  • Emittentenrisiko

Die wohl größte Gefahr bei Hochzinsanleihen sind finanzielle Probleme des Herausgebers. Sie können für verzögerte Kuponzahlungen und Rückzahlungen bis hin zum kompletten Ausfall und Verlust Ihres Investments führen. 

 

  • Liquiditätsrisiko

Für den Kauf oder Verkauf einer Anleihe benötigen Sie stets einen Handelspartner (dies kann auch der Herausgeber selbst sein), der die Gegenseite einnimmt. Bei Hochzinsanleihen kann es schwieriger sein, einen solchen Partner zu finden – insbesondere in schwierigen Marktphasen. Die Folge könnten höhere Spreads oder verlängerte Wartezeiten sein.

 

  • Zinsrisiko

Steigen die Leitzinsen, werden bereits laufende Anleihen (mit dem alten, niedrigeren Zinssatz) weniger attraktiv. Die steigenden Zinsen können es zudem für die Herausgeber von Hochzinsanleihen schwieriger machen, Kapital zu beschaffen und das Emittentenrisiko dadurch erhöhen. 

  • Ratingrisiko

Sollte die Bonität eines Anleihenherausgebers heruntergestuft werden, nimmt das Interesse der Investoren oft rapide ab. Es kann in der Folge zu erheblichen Verkäufen kommen, die Anleihenpreise negativ beeinflussen.

 

Mehr zur Funktionsweise von Anleihenkursen und Nominalpreisen erfahren Sie auch in unserem Beitrag “Wie funktionieren Anleihen”

Bedeutung von High Yield Bonds in einem modernen Portfolio


Hochzinsanleihen können mehrere Rollen in einem Portfolio übernehmen, aber grundsätzliche Regeln für den “richtigen” Einsatz gibt es nicht. Die Entscheidung für oder gegen die High Yield Bonds muss jeder Investor anhand seiner persönlichen Ziele, Risikotoleranz und geplanter Anlagezeiträume treffen. 

 

Ausrichtung

Ziel

High Yield Bonds

Einkommens-Orientiert

Hohen, regelmäßigen Cashflow aus unterschiedlichen Quellen erreichen

Können höhere Rendite bei höherem Risiko bieten

Wachstums-Orientiert

Langfristiger Vermögensaufbau durch verschiedene Anlageprodukte

Als mögliche Beimischung zu anderen Produkten um eine breitere Diversifikation zu erzielen

Sicherheits-Orientiert

Kapital erhalten und vor Risiken schützen

Nur sehr eingeschränkt nutzbar aufgrund der Risiken

 

Hochzinsanleihen oder Aktien?

High Yield Bonds werden überwiegend von Unternehmen herausgegeben, was die Abgrenzung zu Aktien auf den ersten Blick erschweren kann. Es handelt sich jedoch um zwei völlig unterschiedliche Anlageklassen mit eigenen Besonderheiten. 

  • Risiko: Hochzinsanleihen liegen im Risikospektrum zwischen Investment-Grade-Anleihen und Aktien. Zugleich gibt es – je nach Herausgeber – große Unterschiede zwischen den verschiedenen High Yield Bonds. 

  • Volatilität: Ihre Renditen weisen tendenziell eine stärkere Korrelation mit den Aktienmärkten auf als etwa Investment-Grade-Anleihen, aber weniger als Aktien. Dies gilt insbesondere in Phasen, in denen die Märkte unter Druck stehen. 

  • Diversifikation: In Abschwungphasen können High Yield Bonds gemeinsam mit Aktien an Wert verlieren, anstatt (wie bei Investment-Grade-Anleihen oft üblich) als Gegengewicht zu wirken.

  • Auszahlungen: Anleihen sind festverzinsliche Anlagen, denn sie zahlen vorab festgelegte Kupons nach einem vorgegebenen Zeitplan – sofern der Herausgeber seinen Verpflichtungen nachkommen kann. Aktien können zwar ebenfalls Dividenden ausschütten, doch diese Zahlungen können gekürzt oder ausgesetzt werden. 

Anleger, die an den Erfolg eines einzelnen Unternehmens oder eines ganzen Marktsegments glauben, können durch Aktien oder ETFs von steigenden Kursen profitieren. Hochzinsanleihen zeichnen sich hingegen vor allem durch ihre feste Auszahlungsstruktur aus. 

 

In High Yield Bonds investieren: So gelingt der Einstieg in Hochzinsanleihen


Bis vor wenigen Jahren waren Hochzinsanleihen fast ausschließlich institutionellen Anlegern, Fonds, Investmentbanken und anderen “Profis” vorbehalten. Grund dafür waren die oft sehr hohen Mindestbeträge und der eingeschränkte Zugang durch nichtöffentliche Angebote. 

Regulierte Investmentplattformen haben die Einstiegshürden in den letzten Jahren verringert und ermöglichen heute individuelle Investments in Hochzinsanleihen für Privatanleger. Niedrigere Mindestbeträge, Online-Zugang und bessere Transparenz sind die wichtigsten Bausteine dieser Vereinfachung. 

 

Hochzinsanleihen bei Mintos

Mintos stellt Privatinvestoren ein breites Sortiment an High Yield Anleihen auf einer EU-regulierten Investmentplattform zur Verfügung. Dies ermöglicht eine breite Diversifikation mit unterschiedlichen Risikostufen, Laufzeiten, Regionen und Branchen. Anleger profitieren unter anderem von: 

✔ Investieren Sie, wie es Ihnen am besten passt: Wählen Sie unter handverlesenen Hochzinsanleihen aus. Auch ein automatisiertes High-Yield-Anleihen-Portfolio steht zur Verfügung. 

✔ Starten Sie bereits ab 50 €: Hochzinsanleihen bei Mintos sind bereits ab 50 € verfügbar. 

✔ Große Auswahl: Mintos bietet Ihnen ein breites Sortiment an High Yield Anleihen unterschiedlicher Anbieter

✔ Regulierte Plattform: Mintos ist eine EU-Regulierte, MiFID II-konforme Plattform, die von der lettischen Latvijas Banka überwacht wird.

✔ Höhere Flexibilität: Sie können Ihre Anleihen auf dem Mintos Sekundärmarkt zum Verkauf anbieten. Findet sich ein Käufer, können Sie so vorzeitig aus einem Investment aussteigen.

Fazit: Hochzinsanleihen bieten höhere Rendite und Risiken


Unter der Bezeichung “Hochzinsanleihen” fasst man Anleihen zusammen, deren Emittenten vergleichsweise hohe Zinsen bieten. Grund dafür sind die höheren Risiken der Herausgeber: Ein Zahlungsverzug oder vollständiger Ausfall ist bei dieser Anlageklasse wahrscheinlicher als bei den Investment-Grade-Anleihen. 

Dieser Unterschied kann sich zum Beispiel in den Bewertungen der großen Ratingagenturen ausdrücken. Während Investment-Grade-Titel die oberen Ränge von AAA bis BBB- belegen, finden wir High Yield Anleihen von BB+ abwärts. 

Es gibt jedoch große Unterschiede zwischen den einzelnen Hochzinsanleihen, sodass sich ein genauer Blick lohnen kann. Der berühmte Investmentbanker Michael Milken bewies bereits in den 70er Jahren, dass sorgsam ausgewählte High Yield Bonds trotz der höheren Risiken rentabel sein können. 

Der Einstieg in diese Anlageklasse ist durch moderne Investmentplattformen heute einfacher denn je: Mintos ist eine EU-Regulierte, MiFID II-konforme Plattform, die von der lettischen Latvijas Banka überwacht wird. Hier finden Sie eine breite Auswahl an Hochzinsanleihen, in die Sie bereits ab 50 € investieren können.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Hochzinsanleihen / High Yield Bonds

Was sind Ramschanleihen und wie kommt es zu diesem Namen?

Junk Bonds sind Unternehmensanleihen, die von Ratingagenturen wie S&P, Moody’s und Fitch mit einem Rating unterhalb von Investment Grade bewertet werden. Der Begriff „High-Yield-Anleihen“ wird mittlerweile der Bezeichnung Ramschanleihen vorgezogen. Die Bezeichnungen spiegeln die höheren Ausfallrisiken wider – die Anlageklasse ist jedoch keineswegs wertlos!

Hochzinsanleihen haben die gleiche Funktionsweise, einschließlich Kupons, Laufzeit und Nennwert. Der Unterschied liegt in der Bonität: Investment-Grade-Anleihen werden von Unternehmen oder Staaten mit solider Bonität und geringerem Ausfallrisiko begeben. Hochzinsanleihen werden von Unternehmen mit niedrigerer Bonität herausgegeben. Höhere Kuponsätze sollen das größere Risiko ausgleichen.

Bei der Bonitätsbewertung von Anleihen kommen Buchstaben-Skalen zum Einsatz. Alles, was unter BBB- (S&P/Fitch) oder Baa3 (Moody’s) bewertet wird, wird als High Yield Anleihe oder Hochzinsanleihe eingestuft. Ab der Stufe CCC spricht man zudem von “echtem Ramsch” (“Real Junk”).

Hochzinsanleihen weisen ein höheres Ausfallrisiko auf als Investment-Grade-Anleihen. Die Herausgeber könnten in finanzielle Schwierigkeiten geraten und Zinsen und Rückzahlungen verspätet oder gar nicht mehr leisten. Das genaue Risiko hängt vom Herausgeber und dem wirtschaftlichen Umfeld ab.