Sie galten lange Zeit als schwer zugänglich und nur für professionelle Investoren geeignet: Unternehmensanleihen sind durch neue Angebote in den letzten Jahren auch für Privatanleger erschwinglich geworden.
Wir erklären, wie diese Anlageklasse funktioniert, was beim Einsatz zu beachten ist und für wen sich Unternehmensanleihen lohnen könnten.
Das Wichtigste in Kürze:
- Unternehmensanleihen funktionieren grundsätzlich wie Staatsanleihen – nur werden sie eben von Unternehmen herausgegeben
- Wer eine Unternehmensanleihe kauft, leiht einer Firma für einen festgelegten Zeitraum Geld. Im Gegenzug gibt es eine Verzinsung (“Kupon”). Am Ende der Laufzeit soll die Rückzahlung des Leihbetrags erfolgen
- Bei finanziellen Problemen können die Zins- und Rückzahlungen verzögert eintreffen oder ganz ausfallen. Bei höheren Risiken werden in der Regel auch höhere Zinsraten geboten
- Der Zugang ist über verschiedene Finanzdienstleister möglich. Wir zeigen, welche Kriterien Sie bei der Anleihenauswahl beachten sollten
Die vorliegenden Texte dienen dem Marketing und stellen in keiner Weise eine Anlageempfehlung, Anlageberatung oder Grundlage für Anlageentscheidungen dar. Geldanlagen sind mit Risiken verbunden, da der Wert eines Investments sowohl steigen als auch fallen kann. Die historische Wertentwicklung von Investments ist kein Garant für zukünftige Gewinne. Bevor Sie Geld investieren, sollten Sie Ihr persönliches Fachwissen, Erfahrung, finanzielle Situation und Anlageziele prüfen und gegebenenfalls professionelle Anlageberatung aufsuchen.
Vor jeder Investitionsentscheidung sollten Sie das jeweilige Basisinformationsblatt (BIB) des Produkts auf Mintos.com lesen.
Was sind Unternehmensanleihen?
Wenn sich ein Unternehmen Kapital beschaffen möchte, kann es Anleihen herausgeben. Investoren, die eine solche Unternehmensanleihe kaufen, leihen der herausgebenden Firma Geld. Im Gegenzug für die Leihgabe stehen dem Käufer regelmäßige Zinszahlungen (der sogenannte “Kupon”) zu.
Am Ende der Laufzeit der Unternehmensanleihe hat der Käufer zudem Anspruch auf Rückzahlung der geliehenen Summe.
Sollte das Unternehmen jedoch in Zahlungsschwierigkeiten geraten, kann es zu Verzögerungen oder sogar zum Zahlungsausfall kommen. Wenn wir in Anleihen investieren, ist unser Kapital also immer in Gefahr. Die Zinsen stellen eine Entlohnung für dieses Risiko dar.
Anleihen zählen, ähnlich wie Aktien, zu den Wertpapieren und können ebenso an Wertpapierbörsen gehandelt werden. Ihr Kurs kann sich durch Angebot und Nachfrage verändern. Beim Handel sind somit Gewinne oder Verluste möglich. Am Ende der Laufzeit wird jedoch immer der ursprüngliche Betrag fällig.
Jede Anleihe enthält verschiedene Informationen, die für den Käufer und den Herausgeber sehr wichtig sind:
- Nominalwert: Der Preis einer Anleihe bei der Herausgabe. Am Ende der Laufzeit hat der Käufer einen Anspruch auf die Rückzahlung dieses Betrags.
- Kupon: Die Höhe der Zinsen (in %) sowie der Zeitpunkt, zu dem diese ausgezahlt werden. Anleihen sind fast immer festverzinsliche Wertpapiere, bei denen die Verzinsung vorab feststeht. Es gibt aber auch variabel verzinste Formen.
- Laufzeit: Zeitraum bis zur geplanten Rückzahlung der geliehenen Summe und damit Ende der Anleihe. Die Laufzeit kann mehrere Jahre oder Jahrzehnte betragen. Es gibt sogar Anleihen, die niemals enden!
- Besicherung: Einige Unternehmensanleihen bieten zusätzliche Sicherheiten für den Fall, dass der Herausgeber zahlungsunfähig wird.
Gut zu wissen: Der Begriff “Kupon” für die Zinszahlung stammt aus einer Zeit, in der ein Wertpapier noch tatsächlich ein Schriftstück war. Den Anleihen lagen Coupons aus Papier bei, die regelmäßig ausgeschnitten und eingelöst werden mussten, um die Zinsen ausgezahlt zu bekommen.
So funktionieren Unternehmensanleihen in der Praxis
Unternehmensanleihen und andere Anleihenprodukte nehmen an den Finanzmärkten eine Sonderrolle ein: Sie werden zu einem Nominalwert verkauft, bieten während der Laufzeit schwankende Kurse und am Ende die Aussicht auf Rückzahlung des Nominalwerts.
Dadurch ergeben sich in der Praxis zwei grundsätzliche Möglichkeiten, Unternehmensanleihen einzusetzen:
1. Bis zum Ende halten: Hat eine Anleihe das Ende ihrer Laufzeit erreicht, steht den Anleihenkäufern die Rückzahlung des ursprünglichen Kaufpreises (Nominalwert) zu.
- Wer plant, eine Unternehmensanleihe bis zu diesem Zeitpunkt zu halten, kann Kursschwankungen während der Laufzeit ignorieren.
- Sollte es jedoch zu Zahlungsschwierigkeiten kommen, ist auch diese Auszahlung in Gefahr. Daher ist eine gründliche Prüfung des Unternehmens vorab sehr zu empfehlen.
- Anleger erhalten regelmäßige Kuponzahlungen, sofern der Anleihenherausgeber zahlungsfähig bleibt. Sie stellen bei dieser Variante die Einnahmequelle dar.
- Sinkt der Anleihenkurs, ist ein Anleihenkauf unterhalb des Nominalwerts möglich. Diese Konstellation kann zu einem zusätzlichen Gewinn bei Rückzahlung des (höheren) Nominalwerts führen. Das Risiko eines Zahlungsausfalls bleibt jedoch bestehen.
2. Vor dem Ende verkaufen: Da Unternehmensanleihen schwankende Kurse aufweisen, ist ein Handel mit den Wertpapieren möglich.
- Bei dieser Variante ist das Ziel, Anleihen günstig ein- und teuer zu verkaufen. Interessierte Anleger sollten Faktoren, die den Preis beeinflussen (zum Beispiel wirtschaftliche Situation des Unternehmens, Leitzins …) genau im Auge behalten.
- Kuponzahlungen können für weitere Einnahmen sorgen, wenn die Unternehmensanleihen zum Auszahlungszeitpunkt gehalten werden.
- Auch bei dieser Form bleibt das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens bestehen.
Auch Mischformen sind natürlich möglich. Der Kurs einer Anleihe nähert sich kurz vor Ende der Laufzeit üblicherweise dem Nominalwert an. Sollte sich der Kurs ungünstig entwickeln, kann die Rückzahlung die Chance auf ein positives Gesamtergebnis bieten.
Unterschied zwischen Unternehmensanleihen, Aktien und Staatsanleihen
Beim Thema Unternehmensanleihen kommt es immer wieder zu Verwechslungen und Missverständnissen. Insbesondere Aktien und Staatsanleihen können auf den ersten Blick recht ähnlich erscheinen. Hier ist eine genaue Abgrenzung wichtig:
Unternehmensanleihen:
- Von Unternehmen herausgegeben. Käufer leiht dem Unternehmen Geld.
- Am Ende der Laufzeit ist die Rückzahlung des geliehenen Geldes vorgesehen.
- Käufer erhält während der Laufzeit Zinsen (Kupon).
- Bei Zahlungsunfähigkeit des Herausgebers drohen Schäden bis hin zum Totalverlust (keine Rückzahlung). Einige Unternehmensanleihen verfügen über Sicherheiten.
- Unternehmensanleihen können während der Laufzeit gehandelt werden. Ihr Preis kann steigen oder fallen.
Aktien:
- Von Unternehmen herausgegeben. Käufer erwirbt einen Anteil am Unternehmen.
- Keine Laufzeit. Aktien können beliebig lange gehalten werden.
- Aktienkurse schwanken. Anleger können nach einer Steigerung mit Gewinn verkaufen. Bei fallenden Kursen drohen Verluste.
- Einige Aktienunternehmen schütten eine Dividende an die Aktionäre aus. Diese Gewinnbeteiligung ist jedoch nicht garantiert und kann schwanken oder ausgesetzt werden.
- Bei Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens werden Aktionäre erst nach allen anderen Gläubigern ausbezahlt. Ein finanzieller Totalverlust ist hierbei möglich.
Staatsanleihen:
- Funktionieren grundsätzlich wie Unternehmensanleihen, nur dass hier ein Staat die Anleihe herausgibt
- Staatsanleihen stabiler Industrienationen wie Deutschland, Frankreich oder der Schweiz gelten als eher sichere Geldanlage
- Nicht alle Staatsanleihen sind automatisch sicher: Es gibt auch Wertpapiere von Staaten mit deutlich höheren Ausfallrisiken
- Im Falle eines Staatsbankrots drohen auch hier Verluste bis hin zum Totalsausfall
Vereinfacht lässt sich sagen: Unternehmensanleihen und Staatstanleihen funktionieren auf gleiche Weise, werden jedoch von unterschiedlichen Institutionen herausgegeben. Von Unternehmen ausgegebene Anleihen weisen häufig (aber nicht immer) ein höheres Risiko als Staatsanleihen auf.
Die genauen Gefahren hängen aber stets vom Herausgeber ab und sollten daher von Fall zu Fall einzeln geprüft werden.
Aktien ähneln den Unternehmensanleihen nur insofern, als dass sie ebenfalls von Unternehmen herausgegeben werden. Die Aktionäre erwerben mit dem Kauf einen Anteil an der jeweiligen Firma. Dieser geht mit besonderen Rechten und Pflichten einher. Aktien haben, im Gegensatz zu Unternehmensanleihen, keine Laufzeit, keine Rückzahlung des Kaufpreises und keine vorab festgelegte Verzinsung.
Unternehmensanleihen mit hohen Zinsen: Bonität und Rating erklärt
Viele Unternehmensanleihen weisen Zinssätze auf, die im Vergleich mit anderen Anleihen (zum Beispiel Staatsanleihen aus Deutschland) sehr hoch erscheinen. Der Grund für diese Zinsen ist das erhöhte Risiko solcher Anbieter.
- Investoren sind weniger geneigt, Anleihen von Unternehmen zu erwerben, deren Ausfallrisiko höher ist.
- Die Firmen müssen für ihre Unternehmensanleihen eine höhere Verzinsung bieten, um dennoch Anleger anzulocken.
- Ist das Ausfallrisiko einer Anleihe hingegen gering, erhält der Herausgeber auch bei niedrigeren Zinssätzen bereits Kapital.
Zinsen und Risiken beeinflussen sich also gegenseitig. Die Gefahr einer Staatspleite gilt bei stabilen Industrienationen wie Deutschland als sehr gering. Die Bundesregierung kann daher relativ einfach Kapital durch Anleihen beschaffen, ohne hohe Zinsen bieten zu müssen. Unternehmen sind hingegen kaum so stabil aufgestellt.
Eine genaue Einschätzung der Ausfallgefahr ist jedoch nicht ganz einfach. Verschiedene Rating- und Bonitätsbewertungssysteme kommen daher zum Einsatz, um Investoren einen besseren Überblick zu verschaffen.
- Ratingagenturen wie “Moody’s”, “S&P” und weitere: Diese Agenturen stufen die Kreditwürdigkeit von Staaten, Institutionen und einigen Unternehmen ein. AAA oder Aaa (je nach Ratingagentur) gilt als Bestnote. Anleihen ab der Kategorie BB+ (Ba1 bei Moody’s) oder schlechter gelten als Hochzinsanleihen. Hier werden aufgrund der erhöhten Ausfallgefahr in der Regel höhere Zinsen geboten.
- Andere Bewertungssysteme: Auch andere Finanzdienstleister und Investmentplattformen bieten interne Bewertungssysteme, die das mögliche Risiko darstellen sollen. Der genaue Fokus und die Aussagekraft dieser Bewertungen können sehr unterschiedlich ausfallen.
Risiko von Unternehmensanleihen: Das sollten Sie beachten
Die Zinsen von Unternehmensanleihen sind durch das Risiko dieser Anlageklasse begründet. Größere Gefahren müssen mit höheren Zinsen kompensiert werden, um Investoren anzulocken. Doch wie sehen diese Risiken tatsächlich aus? Hier gibt es mehrere potenzielle Gefahren:
- Kreditrisiko: Der Herausgeber kann seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Er setzt Zinsen, Rückzahlung oder beides vorübergehend aus oder wird dauerhaft zahlungsunfähig.
- Zinsrisiko: Steigen die Marktzinsen, fallen die Kurse bestehender Anleihen. Wer eine Unternehmensanleihe nicht bis zur Rückzahlung halten möchte, könnte dadurch einen Verlust erzielen.
- Liquiditätsrisiko: Bei kleinen Unternehmensanleihen findet sich nicht immer sofort eine Gegenpartei, um den Ein- oder Verkauf durchzuführen. Dies kann zu Wartezeiten oder erhöhten Spreads führen.
- Währungsrisiko: Notiert eine Unternehmensanleihe in einer anderen Währung, können Veränderungen der Wechselkurse ebenfalls Schäden verursachen.
- Verklumpungsrisiko: Unternehmensanleihen weisen eine starke Korrelation mit dem Aktienmarkt auf. Wer bereits in Aktien investiert, könnte durch Unternehmensanleihen einen Schwerpunkt in seinem Portfolio erzeugen, der bei Abwärtstrends an den Märkten für erhebliche Schäden sorgen könnte.
Hinter jedem genannten Risiko können sich weitere Gefahren und Aufwände verbergen. So besteht zum Beispiel im Falle eines Ausfalls die Chance auf eine Rückholung des Betrags. Hierfür können jedoch – je nach Art und Land der Unternehmensanleihe – weitere Schritte, wie die Anmeldung von Insolvenzansprüchen, Anleihenvollstreckung, Gläubigerversammlungen und mehr anfallen.
Die Durchsetzung von Ansprüchen wird zusätzlich durch eine Vielzahl von möglicherweise beteiligten Stellen erschwert. Emittent, Zahl- und Verwahrstellen, Sicherheitennehmer, Gläubigerversammlungen und möglicherweise Insolvenzverwalter können Teil des Prozesses sein und Rückforderungen langwierig und schwierig gestalten.
Für wen sind Unternehmensanleihen geeignet?
Ob Unternehmensanleihen ein sinnvolles Investment darstellen, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die persönlichen Ziele und Möglichkeiten des Anlegers, seine Risikobereitschaft und die Zusammensetzung seines Portfolios sind hierbei entscheidend.
Folgende Punkte können Ihnen bei der Entscheidung helfen:
- Risiken nicht unterschätzen: Unternehmensanleihen sind immer mit Risiken verbunden. Die Höhe hängt vom genauen Wertpapier bzw. dem Herausgeber ab. Anleger sollten das Risiko genau prüfen und einschätzen, ob diese zusätzlichen Gefahren für sie akzeptabel sind.
- Nicht mit Staatsanleihen verwechseln: AAA-Staatsanleihen kommen traditionell als eher sicheres Investment in einem gut diversifizierten Portfolio zum Einsatz – Unternehmensanleihen können diese Rolle aufgrund ihres meist höheren Risikos nicht übernehmen. Anleger sollten sich nicht vom Schlagwort “Anleihe” täuschen lassen!
- Korrelation mit dem Aktienmarkt: Unternehmensanleihen reagieren oft ähnlich wie die Aktienmärkte. Wer bereits stark in Aktien oder ETF investiert ist, sollte genau prüfen, ob ein weiterer Fokus auf die Börse sinnvoll ist.
- Niedrige Mindestbeträge: Ein Investment in Unternehmensanleihen ist heute schon mit kleinen Beträgen möglich. Anleger könnten mit geringen Summen erste Erfahrungen sammeln und prüfen, ob diese Anlageklasse zu ihnen passt.
- Breite Streuung: Es ist möglich, breit gestreut in mehrere Unternehmensanleihen zu investieren. Eine gute Diversifikation kann einzelne Risiken reduzieren. Anlegern stehen unter anderem Anleihen-ETFs oder das High-Yield Bonds Portfolio von Mintos zur Verfügung.
Unternehmensanleihen in Deutschland: So können Sie investieren
Aufgrund hoher Mindestbeträge und anderer Hürden waren Unternehmensanleihen für Anleger aus Deutschland und Europa in der Vergangenheit nur schwer zugänglich. Sie galten als Investmentprodukt für institutionelle Anleger, Fonds, Investmentbanken und andere “Profis”.
Erst in den letzten Jahren vereinfachte sich der Zugang für Privatanleger durch neue Angebote. So ist es heute zum Beispiel möglich, Unternehmensanleihen in kleiner Stückelung zu erwerben – ähnlich den Bruchstücken, wenn kleine Beträge in Aktien investiert werden.
Anleger aus Deutschland und anderen EU-Ländern haben mehrere Anbieter für Unternehmensanleihen zur Auswahl. Wir empfehlen, diese vorab zu vergleichen, um den passenden Dienstleister für Ihre Bedürfnisse zu finden. Folgende Punkte sollten Sie dabei beachten:
- In der EU regulierte Investmentplattformen (MiFID II) bieten einen erhöhten Anlegerschutz und zusätzliche Transparenz.
- Es gibt große Unterschiede bei den Kostenmodellen. Handels- und Depotgebühren können Ihre Rendite empfindlich schmälern.
- Auch das Produktsortiment kann sehr unterschiedlich ausfallen. Unternehmensanleihen sind bei vielen Anbietern weiterhin ein Nischenprodukt mit geringem Umfang.
Gut zu wissen: Einige Broker bieten statt Unternehmensanleihen lediglich Unternehmensanleihen-ETFs an. Aufgrund der gravierenden Unterschiede sollten Sie genau prüfen, ob Sie tatsächlich in ETFs investieren wollen, bevor Sie diese Möglichkeiten nutzen.
Unternehmensanleihen bei Mintos
Bei Mintos können Sie in ein breites Sortiment aus Unternehmensanleihen und Staatsanleihen investieren. Diese bieten eine hohe Diversifikation mit unterschiedlichen Risikostufen, Laufzeiten, Regionen und Branchen.
Einzelne Anleihen sind bereits ab 50 Euro verfügbar. Mit dem High-Yield Bonds Portfolio steht Ihnen zudem eine automatisierte Anlageform mit dynamischer Diversifikation zur Verfügung.
Um Ihr Portfolio noch breiter aufzustellen, bietet Mintos zusätzlich noch weitere Investmentklassen:
- Kreditbesicherte Wertpapiere: Ihr Kapital finanziert Kredite für Privatpersonen und Unternehmen aus Branchen und Regionen Ihrer Wahl. Bereits ab 50 € erhalten Sie Zugang. Kreditbesicherte Wertpapiere sind mit Risiken bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals behaftet.
- Smart Cash: Investieren Sie in einen Geldmarktfonds mit Zinsen, die vom aktuellen Leitzins abhängen. Ihr Kapital ist den typischen Geldmarktfonds-Risiken ausgesetzt und fällt nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung.
- Immobilieninvestitionen: Eine Geldanlage, die eine monatliche Ausschüttung aus Mieteinnahmen anstrebt. Im Gegensatz zum Kauf einer Immobilie ist der Einstieg bei Mintos schon ab 50 € möglich. Immobilieninvestments sind mit Risiken bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals behaftet.
- ETFs: Sie können bei Mintos direkt in über 1.000 ETFs branchenführender Anbieter investieren. Zusätzlich steht Ihnen das Core-ETF-Portfolio zur Verfügung: Es wird automatisiert anhand Ihrer gewünschten Risikostufe zusammengestellt. Die ausgewählten ETFs des Core-ETF-Portfolios sind bereits ab 50 € zugänglich, einzelne ETFs sogar schon ab 1 €. Beide Varianten sind provisionsfrei¹ verfügbar, aber Ihr investiertes Kapital ist durch Kursschwankungen Risiken ausgesetzt.
¹ Jeder ETF trägt eine eigene jährliche Gebühr (Total Expense Ratio) des ETF-Anbieters, die im ETF-Preis enthalten ist.
Zusätzlich profitieren Sie bei Mintos von:
- Zugang zu verschiedenen Anlageklassen an einem Ort
- einfacher Einstieg schon mit kleinen Beträgen ab 50 €
- EU-Regulierte, MiFID II-konforme Plattform, von der lettischen Latvijas Banka überwacht
- Breite Streuung zur Risikoreduzierung möglich
- Ein Sekundärmarkt kann die Chance bieten, Investments vorzeitig zu veräußern, wenn ein Käufer verfügbar ist
- Steuerunterstützung durch Steuerberichte
Fazit: Unternehmensanleihen sind heute leichter zugänglich, aber nicht frei von Risiken
Wer eine Unternehmensanleihe kauft, stellt der herausgebenden Firma Kapital zur Verfügung. Im Gegenzug wartet eine regelmäßige Verzinsung auf den Anleger. Am Ende der Laufzeit steht die Rückzahlung des Kaufpreises an. Zwischen Ausgabe und Rückzahlung kann der Anleihenpreis schwanken, denn die Wertpapiere können z. B. an Börsen gehandelt werden.
Im Gegensatz zu den als eher sicher geltenden AAA-Staatsanleihen weisen Unternehmensanleihen meist höhere Risiken auf. Sie bieten dafür jedoch auch eine höhere Verzinsung. Ob sich diese Kombination für einen Anleger lohnt, hängt von zahlreichen Faktoren ab.
Die zentrale Gefahr ist eine mögliche Zahlungsunfähigkeit des herausgebenden Unternehmens. Sie kann zu Zahlungsverzögerungen oder sogar dem vollständigen Ausfall von Zinsen und Rückzahlung führen. Aber auch andere Risiken, wie eine Verklumpung durch die starke Korrelation zwischen Unternehmensanleihen und dem Aktienmarkt, sind nicht zu unterschätzen.
Ob sich Unternehmensanleihen dennoch lohnen, hängt vom jeweiligen Anleger, dessen Risikobereitschaft und der Zusammensetzung des übrigen Portfolios ab. Mintos bietet Unternehmensanleihen bereits ab 50 € Mindestinvestment an. Auch ein breit gestreutes, automatisiertes Anleihenportfolio steht hier zur Verfügung.
FAQ
Wie funktioniert eine Unternehmensanleihe?
Wer eine Unternehmensanleihe kauft, leiht dem herausgebenden Unternehmen Geld und erhält dafür Zinsen. Unternehmensanleihen sind handelbar und haben schwankende Kurse. Am Ende der Laufzeit soll die Rückzahlung des Kaufbetrags erfolgen – sofern der Herausgeber weiterhin zahlungsfähig ist!
Wie hoch sind die Zinsen auf Unternehmensanleihen?
Die Zinsen einiger Unternehmensanleihen können zweistellige Prozentwerte erreichen. Solche Titel sind jedoch mit entsprechend hohen Risiken verbunden. Einige besonders stabile Firmen sind mit Staatsanleihen vergleichbar, bieten aber auch nur entsprechend geringe Zinsen.
Wie sicher sind Unternehmensanleihen?
Das Risiko eines Zahlungsausfalls ist bei Unternehmensanleihen in der Regel deutlich erhöht, was die vergleichsweise hohen Zinsen erklärt. Zudem reagieren die Kurse von Unternehmensanleihen stark auf Markttrends, was zusätzliche Gefahren bergen kann.
Ist es sinnvoll, in Unternehmensanleihen zu investieren?
Unternehmensanleihen können für Anleger geeignet sein, die ein Investment mit festen Zinssätzen suchen und mit hohen Risiken umgehen können. Für sicherheitsbewusste Anleger oder Personen, die bereits einen hohen Anteil riskanter Anlageformen in ihrem Portfolio haben, könnten Unternehmensanleihen eher ungeeignet sein.
Was ist der Unterschied zwischen Aktien und Unternehmensanleihen?
Mit dem Aktienkauf erwerben Investoren an einen Anteil am Unternehmen. Mit Unternehmensanleihen leihen sie der Firma hingegen Geld, das am Ende der Laufzeit zurückgezahlt werden soll. Hierfür erhalten sie Zinsen.